Satelliten-Betreiber

Astra sieht sich für neue Konkurrenz gerüstet

08. Dezember 2014
Vor 25 Jahren begann in Deutschland mit den ersten Satelliten-Übertragungen die Ära des modernen Fernsehens mit hunderten Kanälen. Heute sieht sich der Satellit neuen Rivalen aus dem Internet ausgesetzt.

Der Satelliten-Betreiber Astra sieht sich gegen die zunehmende Konkurrenz aus dem Internet und der Telekom-Branche gut gerüstet. "Wir können Bewegtbild-Inhalte über die ganze Welt kostengünstiger und besser verbreiten als jeder andere", sagte Geschäftsführer Wolfgang Elsäßer.

Vor 25 Jahren begannen die Satelliten-Übertragungen in Deutschland. Am 8. Dezember 1989 waren zunächst nur RTL, SAT.1 und ProSieben auf dem Fernsehsatelliten Astra 1A verfügbar. Aktuell werden rund 400 Sender in deutscher Sprache übertragen, davon 300 kostenfrei. Astra kommt in Deutschland auf gut 18 Millionen Kundenhaushalte.

"Wir sind schon stolz, dass wir die Dominanz des Kabels gebrochen haben", sagte Elsäßer. Allerdings formiert sich die Konkurrenz im Kabel-Bereich gerade neu. Der Telekom-Riese Vodafone schluckte Kabel Deutschland und denkt laut Medieninformationen auch über die Übernahme des Mutterkonzerns des Konkurrenten Unitymedia nach. "Der Wettbewerb wird schärfer", räumte Elsäßer ein. "Es ist sicherlich so, dass weltweit neue Giganten entstehen, die den Kunden aus einer Hand bedienen wollen." Der Satellit sei aber das Rückgrat der Medienversorgung. "Ohne die Satelliten gäbe es die heutige Fernsehwelt nicht." (dpa/rs)

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