Facebook, Twitter, LinkedIn, Resumup

Auf Jobsuche in Social Networks

26. April 2013
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Recruiter halten längst nicht mehr nur bei Xing und Linkedin Ausschau nach Talenten. Offene Stellen gibt es auch über Facebook, Twitter und Google+. Und Bewerber sollten ihre präferierten Arbeitgeber ebenfalls in Social Networks besuchen und "liken".

Längst beschränkt sich die Jobsuche in den sozialen Netzwerken nicht mehr auf Business-Angebote wie Xing und Linkedin. Mit einigen Tricks bleibt man auch bei Facebook und Twitter auf dem Laufenden über neue Jobs und lockt Headhunter auf seine Seite. Kristin Burnham von unserer amerikanischen Schwesterpublikation CIO.com gibt Ratschläge für die Stellensuche in sozialen Netzwerken.

1. Firmenseiten auf Facebok "liken"

Wer bei einer ganz bestimmten Firma arbeiten möchte, sollte die jeweilige Facebook-Karriereseite liken.
Wer bei einer ganz bestimmten Firma arbeiten möchte, sollte die jeweilige Facebook-Karriereseite liken.
Foto: Marco2811 - Fotolia.com

Wenn man gern für eine ganz bestimmte Firma arbeiten möchte, sollte man unbedingt auf ihrer Facebook-Fanseite "gefällt mir" klicken. Denn häufig veröffentlichen Unternehmen freie Stellen auf ihrer Facebook-Seite. Gerade bei Konzernen gibt es oft auch eine eigene Seite, die die Karrieremöglichkeiten erläutert, zum Beispiel Karriere bei Audi.

2. Das Facebook-Profil SEO-optimieren

Mitte Januar hat Facebook auf einer Pressekonferenz die neue Suche Facebook Graph vorgestellt, die nun nach und nach für die Nutzer verfügbar sein wird. Wer auf Facebook privat bleiben möchte, sollte diese neue Funktion zum Anlass nehmen, seine Privatsphäre-Einstellungen noch einmal zu überarbeiten.

Wer jedoch einen neuen Job sucht, kann vom Facebook Graph profitieren. Gibt ein Recruiter zum Beispiel die Abfrage "Personen aus San Francisco die sich für Java interessieren" ein, listet das Ergebnis mehr als 1000 Profile auf. Möchte man gefunden werden, dann gilt: Je mehr relevante Informationen das Facebook-Profil enthält, desto besser. Dabei kommt es vor allem auf die Ausbildung, berufliche Stationen, Fähigkeiten und Sprachen an.

3. Hashtag-Suche bei Twitter

Bei der Jobsuche sollte man auch an Twitter denken. Gerade Firmen mit Social Media-Bezug machen dort auf ihre offenen Stellen aufmerksam. Diese Angebote werden meist mit passenden Hashtags veröffentlicht, die man über die Twittersuche findet. Im ersten Schritt könnte man zum Beispiel nach seinem gewünschten Einsatzort suchen, also zum Beispiel #Hamburg #Job. Die Jobsuche auf Twitter ist nicht nur aktuell, sie bietet auch den direkten Kontakt zu Personen, die bereits bei diesem Arbeitgeber arbeiten. Denn häufig werden die Angebote nicht vom anonymen Firmenaccount sondern von Mitarbeitern veröffentlicht. Die könnte man dann durchaus kontaktieren kann, wenn man mehr über den Job wissen möchte.

4. Aktiv in Frage- und Antwort-Portalen

Für die erfolgreiche Jobsuche im Netz empfiehlt Kristin Burnham auch, sich auf Frage- und Antwort-Portalen wie Quora als Experte zu seinem Thema zu positionieren. Denn Recruiter würden auch auf diesen Seiten Ausschau nach Talenten halten. Quora ist hierzulande weniger bekannt. Übertragen auf den deutschsprachigen Raum könnte man den Ratschlag aussprechen, in zum Fachgebiet passenden Foren oder Portalen Präsenz zu zeigen und sich so als Experte zu positionieren.

5. Google+ nicht vernachlässigen

Bei Google+ ist im Vergleich zu Facebook oder Twitter deutlich weniger los, weshalb viele das Netzwerk als unwichtig abtun. Das sollten sie nicht. Gerade wegen seiner Verknüpfung mit der Google-Suche sollte man sein Google+-Profil pflegen. Wer im Netz Artikel veröffentlicht - etwa auf einem Blog - sollte sich näher mit Google Authorship beschäftigen. Dann werden Artikel nämlich zusammen mit dem Google+-Profilbild und einem Verweis auf die Profilseite in den Suchergebnissen angezeigt.

6. Resumup nutzen

Zusätzlich zu den fünf Tipps von Kristin Burnham lohnt sich auch ein Blick auf die Plattform Resumup. Bei Resumup meldet man sich mit seinem Facebook- oder Linkedin-Account an und erstellt in wenigen Schritten aus seinem Lebenslauf eine Infografik, die man auch abspeichern und auf anderen Seiten einbauen kann. Dabei bleibt es nicht. Wer bei Resumup sein Karriereziel einträgt, bekommt angezeigt, welche Schritte und Fähigkeiten fehlen, bis man dieses Ziel erreicht. Um diese Aussage zu treffen, hat Resumup zig Social Media-Profile durchforstet. Gerade IT-Experten können mit einem Profil bei Resumup zeigen, dass sie neugierig auf neue Anwendungen sind.

Dieser Artikel stammt von der CW-Schwesterpublikation CIO.

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