Staat investiert in IT wie nie zuvor

Behörden auf Einkaufstour

25. Mai 2007
Von Alexander Galdy
Ob Computer oder Software - die öffentliche Verwaltung hat im Jahr 2006 so viel Geld für Hightech ausgegeben wie nie zuvor. Bund, Länder und Kommunen investierten insgesamt 16,6 Milliarden Euro in IT und Telekommunikation - ein Plus von vier Prozent im Vergleich zu 2005.

Für das laufende Jahr wird ein Anstieg von drei Prozent auf 17,1 Milliarden Euro erwartet. Das teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue MedienMedien (Bitkom) mit. Der Verband stützt seine Angabe auf eine Untersuchung des Marktforschungsinstituts Techconsults. Top-Firmen der Branche Medien

Vor allem IT-Services gefragt

Am stärksten fragen Bund, Länder und Kommunen derzeit IT-Services nach. Dazu zählen unter anderem Beratungsleistungen, aber auch das OutsourcingOutsourcing von IT-Systemen. Auf diesen Bereich entfielen im Jahr 2006 rund sechs Milliarden Euro. Auf Platz zwei lagen mit 3,7 Milliarden die Ausgaben für Software, gefolgt von Hardware wie PCs (2,4 Milliarden). Alles zu Outsourcing auf CIO.de

Viel Geld - aber es ist wohl erst der Anfang. "Informations- und Kommunikationssysteme gewinnen in der öffentlichen Verwaltung immer mehr an Bedeutung“, berichtet Jörg Menno Harms, Vizepräsident von Bitkom. Das sei auch nötig, denn ITK bilde das Rückrad eines leistungsstarken und effizienten Staates.

Zentrales Thema bei den Ämtern sind vor allem elektronische Bürgerdienste geworden. Immer mehr Behördengänge sollen sich per Internet erledigen lassen. Inzwischen nimmt die Polizei in zehn Bundesländern Strafanzeigen auch online an.