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Berlin erste Hauptstadt mit eigener Internet-Endung

16. Februar 2014
Internetadressen, die auf .de, .com oder .org enden, sind bekannt. Nun kommen zahlreiche neue Endungen dazu. Sehr begehrt ist die Berliner Kennung.

Die Endung .berlin in Internetadressen wird am Freitag zum ersten Mal zugeteilt. Zunächst können nur registrierte Unternehmen mit einem Markennamen eine derartige Webadresse anmelden. Die neue Top-Level-Domain .berlin wird dann Bestandteil einer Internetadresse wie etwa Länderkennung .de. Privatleute und kleinere Betriebe können eigene Internet- und Mailadressen mit der neuen Endung erst ab 18. März registrieren lassen. Berlin ist weltweit die erste Hauptstadt mit eigener Endung im Netz.

Der Andrang von Privatleuten auf Vorbestellungen ist nach Angaben der Internet-Provider schon jetzt sehr groß. Mehr als 54.000 Anträge lägen bei der Firma United Domains vor, sagte ein Sprecher. Andere Unternehmen, die Voranmeldungen anbieten, kommen noch dazu, so dass die tatsächliche Zahl der Anträge deutlich größer ist.

Eine private Internetadresse könnte ab März dann etwa heißen www.schulze.berlin, www.felicitas.berlin oder www.pizzeria.berlin. Begehrte Adressen werden in einem komplizierten Verfahren verteilt.

Zuständig für die Verwaltung der neuen Internetadressen ist die Gesellschaft Dot Berlin. Sie betreibt die Top-Level-Domain .berlin künftig mit Unterstützung aus Wirtschaft und Politik.

Die Internet-Verwaltung ICANN hatte im Juni 2011 die Erweiterung der Adressen über die klassischen Endungen wie .de, .com oder .org hinaus beschlossen. Erste Adressen mit neuen Endungen wie .guru oder .singles stehen seit Anfang Februar zur Verfügung. Weitere regionale Adressen wie .london, .hamburg oder .bayern werden in nächster Zeit folgen.

Interessant ist die Endung laut Dot Berlin für internationale Firmen mit einem Standort in der deutschen Hauptstadt, für touristische Unternehmen sowie für mittlere und kleinere Berliner Firmen oder Handwerksbetriebe. (dpa/rs)

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