Business Process Management

BPM chancenlos gegen manuelle Prozesse

28. Dezember 2009
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Unternehmen tun sich schwer damit, Strategien und Lösungen für das Business Process Management (BPM) erfolgreich umzusetzen. Haupthindernisse sind laut einer Aberdeen-Studie unter anderem die Angst vor Veränderungen der Firmenkultur und zu geringes BPM-Know-how.

Unternehmen, die Lösungen für das Business Process Management (BPM) "richtig" einsetzen, können damit ihre Geschäftsprozesse agil und flexibel gestalten sowie nachhaltig optimieren. Im Ergebnis führt das zu mehr Geschäftsintelligenz und erhöht die Wettbewerbsfähigkeit.

BPM: Theorie und Praxis klaffen auseinander

Soweit die Theorie. Die Praxis sieht anders aus, wie das US-Marktforschungsinstitut Aberdeen in der Studie "BPM Accelerated. Slashing Cost and Time with Agile Business Processes" herausfand. Nach wie vor dominieren in Unternehmen manuelle und damit papiergebundene Prozess-Strukturen. Die Folgen sind ineffiziente Geschäftsabläufe und hohe Prozesskosten, die das Wachstum hemmen.

Das wichtigste Ziel, welches Firmen mit BPM-Projekten verfolgen, ist deshalb, die Verringerung operativer Kosten sowie eine Erhöhung der kurz- sowie mittelfristigen Liquidität (Cash-flow). Das gaben knapp die Hälfte (49 Prozent) der Befragten an.

Für 46 Prozent ist die Verbesserung von Geschäftsprozessen das primäre Ziel. Bei 24 Prozent soll BPM helfen, die Beziehungen zu Kunden zu intensivieren und 18 Prozent wollen damit geschäftliche Abläufe vereinfachen.