Retail IT


Mobile Payment nimmt Fahrt auf

Card Reader schlagen NFC

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
PayPal und Square fahren mit mobilem Bezahlen in den USA mittlerweile Milliardenumsätze ein. In Europa versuchen auch deutsche Startups auf den auf der Kartenlese-Schiene anrollenden Zug aufzuspringen. Die dahinter stehende Technologie sei der NFC-Konkurrenz um Google Wallet überlegen, so eine amerikanische Studie.
Auf dem Vormarsch: Bezahlen mit Smartphone-Unterstützung.
Auf dem Vormarsch: Bezahlen mit Smartphone-Unterstützung.
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4:1 erinnert derzeit an Ergebnisse in der Fußball-Champions League. 4:1 ist aber auch das Kernergebnis einer Studie von Business Insider zum mobilen Bezahlen. Der „digitale Geldbeutel“ wird ja im Eiltempo immer mehr zur Realität. Das Online-Portal hat nun die beiden konkurrierenden Schlüsseltechnologien dafür verglichen: Kreditkarten-Lesegeräte und Near-field Communications (NFC). Diesen Vergleich gewann das Kreditkarten-Leseverfahren mit 4:1.

Zu diesem Hintergrund passt die Meldung, dass der in Deutschland ansässige Kartenzahlungs-Startup Payleven einen auf Smartphone-Technologie basierenden Service großflächig auf den Markt gebracht hat. Der Chip & PIN-Service ähnelt den Angeboten des in den USA etablierten Anbieters Square und der schwedischen Firma iZettle.

Payleven weitete jetzt seinen bislang nur kleinen Händlern zugänglichen Service auf allgemeine Verfügbarkeit aus. Einstiegsmarkt ist zunächst Großbritannien. In Bälde sollen Deutschland, Italien, die Niederlande, Polen und Brasilien folgen. Momentan werden Karten von MasterCard, Visa, Maestro und V Pay akzeptiert. Eine Ausweitung soll auch in diesem Bereich folgen.

Chip & PIN-Kartenbesitzer können Zahlungen via Smartphone abwickeln, sofern der Verkäufer über ein Zahlungsterminal verfügt. Das kostet bei Payleven 100 Euro. Es gehen 2,75 Prozent Gebühr je Transaktion an den Anbieter. Die Konkurrenz von iZettle bietet den Service seit Februar zu gleichen Konditionen an.