Gartner: IT-Etats sinken um fast fünf Prozent

CIOs müssen Mitarbeiter entlassen

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Drei von zehn IT-Chefs streichen Stellen. 40 Prozent mussten schon ihre IT-Budgets kürzen. Dafür handeln sie neue Lieferanten- und Outsourcing-Verträge aus. Das geht aus einer Gartner-Umfrage hervor.

Im Zeitraum von sechs Monaten haben die Analysten von Gartner CIOs zweimal nach ihren Budgets gefragt. Die Antworten weichen deutlich voneinander ab: Hatten die Befragten im Herbst vorigen Jahres noch von einer minimalen Steigerung um durchschnittlich 0,2 Prozent gesprochen, berichten sie in diesem Frühjahr von einem Rückgang um 4,7 Prozent.

Dieser Rückgang teilt sich auf wie folgt: Eine Mehrheit von 54 Prozent bleibt außen vor. Bei ihnen wird nichts mehr geändert. Vier Prozent der CIOs scheinen außerordentlich geschickt argumentiert zu haben und bekommen nun sogar mehr Geld. Die verbleibenden 42 Prozent allerdings müssen im Schnitt Einbußen von 7,2 Prozent hinnehmen.

In dieser Situation sehen die IT-Chefs zwei Möglichkeiten: 27 Prozent wollen Stellen streichen, fast ebenso viele (24 Prozent) Verträge mit Lieferanten und Dienstleistern neu verhandeln. Neu verhandeln kann auch heißen, Arbeit wieder einzusourcen, wie Analyst Mark McDonald berichtet. Im Klartext: Weniger Personal muss mehr Arbeit erledigen.

Gartner-Analyst Dave Aron warnt CIOs davor, im Gespräch mit den Dienstleistern zu stark auf die Kostenbremse zu treten. Sparen dürfe nicht zu Lasten von Qualität gehen, so Aron.

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