Machtkämpfe

CIOs müssen sich gegen CFO behaupten

08. Juli 2011
Von Elke Senger-Wiechers
Der Einfluss von CFOs auf IT-relevante Entscheidungen in Unternehmen steigt: Bereits heute werden fünf mal mehr IT-Investitionen durch CFOs als durch CIOs bewilligt. Zugleich werden die CIOs von den Finanzkollegen nur selten als strategische Partner gesehen.
Foto: Harald Lange - Fotolia.com

Wie eine aktuelle Studie des US-amerikanischen Marktforschungshauses Gartner in Zusammenarbeit mit der Financal Executives Research Foundation (FERF) ergab, werden 26 Prozent aller IT-Investitionen von CFOs bewilligt, lediglich hinter fünf Prozent der Entscheidungen steht ein CIO.

Der Umfrage zufolge berichten 42 Prozent der IT-Abteilungen an den CFO und 33 Prozent an den CEO. Der hohe Anteil an CFOs an die berichtet wird und deren Einfluss auf IT-Investitionen zeige, dass es für Unternehmen unerlässlich ist, dass sich ein CFO mit Technologien auskenne, beurteilt John van Decker die Situation. "Es unterstreicht zugleich wie wichtig es ist, dass der CIO und der CFO ein gemeinsames Verständnis davon haben, wie Unternehmens-IT wirksam eingesetzt wird", so der Research Vice President von Gartner.

Zweifel am Nutzen der IT

Weiter beurteilen 41 Prozent der befragten Unternehmen das Budget für die IT im laufenden Jahr als angemessen und 31 Prozent denken, dass die IT die technologischen Voraussetzungen dafür hat, das Unternehmen voran zu bringen. Über zwei Drittel glauben nicht, dass die IT einen Geschäftsvorteil bieten kann.

Knapp die Hälfte der Teilnehmer sieht in der IT einen strategischen Faktor, 28 Prozent hingegen denken, dass die IT nur das leistet, womit sie beauftragt wurde. Dazu passt das Bild, dass die CFOs von den CIOs zeichnen: Nur ein Drittel der befragten CFOs nehmen den CIO als strategischen Partner wahr.