Warum sich Cloud Computing durchsetzt

CIOs wollen sparen, ITler fortschrittlich arbeiten

14. Februar 2011
Von Christa Manta
Neun von zehn Konzernen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern haben in mindestens einen Cloud-Service investiert. Das ergab eine Umfrage von Management Insight Technologies im Auftrag von CA Technologies. Dabei haben IT-Chefs und deren Mitarbeiter unterschiedliche Motivationen, wenn es darum geht, Cloud-Lösungen einzusetzen.

Die CIOs wollen - wer will es ihnen verdenken - vor allem Kosten sparen (44 %). Auf Platz zwei ihrer Motivationsliste steht, die Kosten vorhersagbarer zu gestalten (35 %) und, den IT-Kundenservice zu verbessern (auch 35 %). Ihre Mitarbeiter hingegen wollen dank Cloud-Technologien effizienter (38 %) und mit den neuesten Technologien (Platz 38 %) arbeiten, sowie den IT-Kundenservice verbessern (33 %).

Im Rahmen der Studie The Arrival of Cloud Thinking hat Management Insight Technologies IT-Experten aus Firmen mit 1.000 bis 10.000 Mitarbeitern befragt. Dabei kam heraus, dass 91 Prozent der Unternehmen mit 1000 bis 4999 Mitarbeitern, 80 Prozent der Unternehmen mit 4999 bis 10000 Mitarbeitern und 92 Prozent der Konzerne mit mehr als 10.000 Beschäftigten mindestens einen Cloud-Service im Dienst haben. Im Durcischnitt seien es sechs Anwendungen, die derzeit in der Cloud betrieben würden.

Wachsende Cloud-Denke in den Firmen

Damit kommt Cloud ComputingCloud Computing laut den Studienbetreibern ins "Erwachsenenalter" - zumindest in den großen Unternehmen. Auch sprechen die Marktforscher von einer wachsenden Cloud-Denke in Bezug auf die IT. Diese beschleunigt die Nutzung von Diensten aus der Wolke und hilft, IT-Entscheider und Implementierer auf die gemeinsamen Ziele einzuschwören: Effizienz, Flexibilität und Skalierbarkeit. Alles zu Cloud Computing auf CIO.de

Collaboration-Tools am häufigsten eingesetzt

Gefragt sind bei den Firmen in erster Linie Lösungen für die Zusammenarbeit. Collaboration-Tools führen das Ranking der Cloud-Anwendungen mit 75 Prozent an. Vor allem E-Mail- und Webkonferenz-Lösungen sowie Spam- und Virenfilter werden als Dienste in die Wolke ausgelagert. Mehr als die Hälfte der großen Unternehmen (58 %) setzen auf Infrastruktur- und Entwicklungsplattformen in der Cloud, 52 Prozent auf Software-Anwendungen und 56 Prozent auf Lösungen für Backup und Disaster Recovery.

Virtualisierung befördert Cloud Computing

Einen interessanten Zusammenhang haben die Marktbeobachter auch zwischen dem Grad der VirtualisierungVirtualisierung und der Cloud-Denke in Unternehmen festgestellt: Unternehmen, die bereits viel virtualisieren, seien vier mal mehr geneigt, so viele Services wie möglich in öffentliche und private Cloud-Umgebungen auszulagern. Insgesamt seien Unternehmen, die ihre technische Infrastruktur darauf ausrichten, dynamische Umgebungen zu unterstützen, optimistischer in Hinblick auf Cloud Computing. Alles zu Virtualisierung auf CIO.de