Umfrage: 45 Prozent lehnen Open-Source-Migration ab

Deutsche CIOs bei Linux skeptisch

17. Juni 2004
Von Thomas Zeller
Bei der Einführung von Linux-Systemen bleiben deutsche CIOs weiterhin zurückhaltend. So plant nur jedes vierte Unternehmen in diesem Jahr die Migration eines bestehenden Systems auf Open-Source-Software. Dies ergab eine aktuelle Umfrage von CIO-Online.

Damit schließen sich viele Manager der Argumentation einiger Kommunen an, die eine Umstellung auf Linux im Augenblick noch als zu riskant einstufen. Die Stadt Nürnberg beispielsweise verzichtete auf eine entsprechende Migration im Desktop-Bereich. Zur Begründung hieß es, die Kosten für Schulungen und die Umstellung würden über den Einsparungen im Lizenzbereich liegen. Eine ähnliche Sicht könnten auch rund 45 Prozent der IT-Verantwortlichen in unserer Umfrage haben. Sie schließen eine Migration auf Linux in diesem Jahr kategorisch aus.

Wollen Sie in diesem Jahr Linux-Systeme einführen?
Wollen Sie in diesem Jahr Linux-Systeme einführen?

Fast jeder vierte der befragten CIOs (24 Prozent) will dagegen in diesem Jahr auf Open-Source-Software umstellen. Immerhin in 23 Prozent der Firmen wird bereits mit Linux-Systemen gearbeitet. Noch unschlüssig zeigen sich dagegen rund sieben Prozent der IT-Manager. An der Umfrage beteiligten sich 271 Teilnehmer.

Die Befragung lief über einen Zeitraum von vier Wochen in den Monaten Mai und Juni.

Beteiligen Sie sich auch an unserer neuen Umfrage. Wir wollen von Ihnen wissen, ob Sie in den kommenden zwölf Monaten die Einführung des Prozessstandards ITILITIL planen. Alles zu ITIL auf CIO.de

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