SAP und Datenbanken virtualisieren

Die Produktstrategie von VMware

01. August 2011
Von Hartmut  Wiehr
VMware will neben der Marktführerschaft bei Virtualisierung auch beim Cloud Computing den Ton angeben. Ein Feuerwerk von neuen Produkten und Features unterstreicht diesen Anspruch.
Jörg Hesske, Country Manager Germany bei VMware, ist stolz auf den riesigen Umsatz- und Gewinnsprung im letzten Quartal. Auch bei den Anwendern sieht er immer mehr virtualisierte IT-Infrastruktur.
Jörg Hesske, Country Manager Germany bei VMware, ist stolz auf den riesigen Umsatz- und Gewinnsprung im letzten Quartal. Auch bei den Anwendern sieht er immer mehr virtualisierte IT-Infrastruktur.
Foto: VMware

Über 200 neue Produkte und Features sollen es sein, und damit die bisher größte Produktvorstellung in der noch jungen Geschichte von VMware. Neben hinzugekauften Portfolio-Elementen wie Wavemaker, Slide Rocket oder Socialcast, die sich um CollaborationCollaboration oder Präsentationen in der Cloud kümmern sollen, betreffen sie laut Martin Niemer, Director SMB Solution Marketing EMEA, vor allem ein "komplettes Update der unteren Infrastrukturschicht“. Dazu gehören unter anderem vSphere und vSphere Director. Alles zu Collaboration auf CIO.de

Die neue Version des Kernprodukts vSphere 5 soll die Performance und Verfügbarkeit von geschäftskritischen Applikationen erhöhen. Man geht bei dem Anbieter davon aus, dass Virtualisierung heute bereits 40 bis 50 Prozent aller Unternehmen erreicht habe und dass nun eine neue Etappe beginne. Nun sei es an der Zeit, die großen geschäftskritischen Installationen wie Datenbanken oder SAP zu virtualisieren, wie Country Manager Germany Jörg Hesske Mitte Juli auf dem VMware Forum in München erläuterte.

Zugleich peilt VMware eine führende Rolle beim Cloud Computing an – ähnlich wie schon die Muttergesellschaft EMC und nahezu jeder der großen IT-Anbieter, der etwas auf sich hält. Keiner will zumindest bestehende Marktanteile verlieren und auf jeden Fall bei der nächsten großen Welle dabei sein, auch wenn nicht immer klar ist, mit welchem spezifischen Herstellerinhalt man auf ihr reiten will.

Bei VMware nimmt man einerseits die inzwischen allgemein übliche Umetikettierung vor – die IT-Branche hängt neue wolkige Labels an ihre bestehenden Produkte oder behauptet, dass man schon längst im Cloud-Geschäft war und es nur nicht so genau gewusst hatte. VMware nennt vSphere und verwandte Software-Komponenten jetzt auch "Cloud Infrastructure Suite“. Ziel sei es, "immer mehr Ressourcen im RechenzentrumRechenzentrum automatisch zu verwalten“. Alles zu Rechenzentrum auf CIO.de