Experten warnen und geben Tipps

Die schlimmsten Fehler in BI-Projekten

23. Oktober 2014
Ingrid Weidner arbeitet als freie Journalistin ín München.
Es kann einiges schiefgehen, wenn Unternehmen eine Lösung für Business Intelligence (BI) auswählen und implementieren möchten. BI-Experten und IT-Manager erläutern in diesem Beitrag die häufigsten Fehler und erklären, wie sie sich vermeiden lassen.

Unternehmen investieren schon heute viel Geld in BI-Software, BI-Cloud-Lösungen und seit einiger Zeit auch in mobile Anwendungen wie Apps oder sogar Social BI. Doch mit all den vielen neuen BI-Anwendungen nehmen auch die Risiken zu. Manche ProjekteProjekte scheitern, weil die BI-Lösungen nicht zum Unternehmen und dessen Anforderungen passen oder weil die Anwender diese ToolsTools nicht gut genug verstehen, um sie richtig einzusetzen. Alles zu Projekte auf CIO.de Alles zu Tools auf CIO.de

Um kostspielige Fehler zu vermeiden und das Beste aus BI-Lösungen herauszuholen, hat die Autorin Jennifer Lonoff Schiff für cio.com eine Liste mit den neun häufigsten Fehlern zusammengestellt. Sie führt die Irrtümer auf, die Unternehmen häufig unterlaufen, wenn sie BI-Lösungen auswählen und implementieren, nennt aber auch Wege, wie Pannen verhindert werden können.

Fehler 1: Unternehmen haben keinen konkreten BI-Plan

Scott Schlesinger von Capgemini empfiehlt Unternehmen, sich nicht überstürzt für eine BI-Anwendung zu entscheiden, vor allem wenn sie keine expliziten Anwendungsszenarien haben, für die sie die BI-Tools einsetzen wollen. "Der größte Fehler ist es, sich zu früh festzulegen, bevor überhaupt klar ist, was das Unternehmen damit erreichen will", erklärt der BI-Experte. Die Begründung: Firmen verdienen keinen Cent mit der Software, sondern nur mit den Ergebnissen, die sie liefert. Betriebe, so sein Rat, sollten also vorab genau festlegen, wofür sie BI einsetzen und aus welchen Daten sie Informationen für welche Anwendungen ziehen wollen.

Charles Caldwell von Logi Analytics stimmt Schlesinger zu. Der größte Fehler ist seiner Meinung nach, eine "allgemeine BI-Anwendung" zu kaufen und keine auf ein bestimmtes Problem zugeschnittene. "Viele suchen nach einer Wunderwaffe, mit der sie jedes Problem lösen können, und vergessen dabei, die anstehenden Fragen zu beantworten. Das ist der Grund, weshalb so viele BI-Projekte scheitern", sagt Caldwell und rät, mit einer konkreten Fragestellung zu beginnen, die besonderen Anforderungen zu verstehen und diese Probleme mit einer maßgeschneiderten BI-Anwendung zu lösen.

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