Studie - EU-Vergleich

Erstes Fazit zur neuen Behördennummer 115

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Eine Studie ergab, dass immer mehr Länder in Europa eine einheitliche Behördennumer einsetzen. Deutschlands 115 schneidet dabei gut ab.

Die deutsche einheitliche Behördennummer 115 steht im europäischen Vergleich gut da. Zu diesem Ergebnis kommt die im Auftrag des Bundesinnenministeriums erstellte empirische Studie „Einheitliche Behördenrufnummern in der Europäischen Union“ des Potsdamer E-Government Competence Centers.

Mit der Vorlage der Studie gibt es nach Angaben des Ministeriums erstmals einen Gesamtüberblick über alle in Europa bestehenden einheitlichen Behördenrufnummern. Die Studie zeigt, dass dem telefonischen Zugang zur öffentlichen Verwaltung in Europa eine große Bedeutung beigemessen wird: Neben Deutschlands einheitlicher Behördennummer 115 haben bislang zwölf weitere europäischen Staaten einen vergleichbaren telefonischen Bürgerservice eingeführt. So gibt es etwa die 1700 in Belgien (Flandern), die 1881 in Dänemark, die 3939 in Frankreich und die 1500 in Griechenland.

Immer mehr Länder machen mit. Sechs EU-Staaten bereiten eine einheitliche Nummer vor.
Immer mehr Länder machen mit. Sechs EU-Staaten bereiten eine einheitliche Nummer vor.
Foto: HanseNet Telekommunikation

Sechs weitere EU-Mitgliedstaaten planen derzeit die Einführung einer einheitlichen Behördenrufnummer. Dabei unterscheiden sich diese Rufnummern insbesondere durch die organisatorischen und technischen Lösungsansätze.

Deutschlands einheitliche Behördennummer 115 zeichnet sich nach Angaben der Autoren vor allem durch die Definition einheitlicher Standards und eines Serviceversprechens aus sowie durch die übergreifende Vernetzung zwischen Kommunen, Ländern und Bund und die hierfür genutzte gemeinsame Wissensdatenbank.