IT ist Schlüsselinstrument

IDC: Nachhaltigkeit erhöht Profit

22. Juni 2009
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Fast die Hälfte der Unternehmen führt Umweltprojekte gerade durch oder plant diese - trotz Krise. Der IT kommt beim Thema Nachhaltigkeitsprogramme eine besondere Bedeutung zu.

Der IT-Dienstleister Atos Origin und Marktforscher IDC haben eine Studie zu den Umwelt-Strategien europäischer Unternehmen veröffentlicht. Das Ergebnis: Trotz des aktuellen Wirtschaftsklimas führen Unternehmen ihre Nachhaltigkeits-Programme fort.

Auch in der Krise macht es Sinn, über Nachhaltigkeit nachzudenken.
Auch in der Krise macht es Sinn, über Nachhaltigkeit nachzudenken.
Foto: MEV Verlag

Da scheint sich Silvio Berlusconis Standpunkt doch nicht durchzusetzen. Italiens Ministerpräsident hatte vor einigen Monaten zum Thema Nachhaltigkeit in der Krise gesagt: "Es ist absurd, in Zeiten der Krise über den Treibhausgas-Ausstoß zu reden - das ist, als ob jemand, der Lungenentzündung hat, über eine Dauerwelle nachdenken würde."

Die 165 befragten Top-Manager denken sehr wohl darüber nach und sehen in der IT ein Schlüsselinstrument für Nachhaltigkeit. 70 Prozent von ihnen gaben an, dass IT eine wichtige Rolle bei ihren Umwelt-Strategien spielt.

Weitere Studienergebnisse zum Thema Nachhaltigkeit:

  • 46 Prozent der Unternehmen führen Umweltprojekte durch oder planen die Durchführung.

  • 25 Prozent der Unternehmen sind von reaktiven Ansätzen zu aktiv geförderten Umweltstrategien übergegangen.

  • Nur fünf Prozent der Unternehmen verfügen über funktionsübergreifende Teams. Das sei ein weiterer Grund dafür, dass das Thema Nachhaltigkeit organisatorisch noch nicht richtig verzahnt ist.