Generation Digital steht nicht auf IT-Berufe

Informatiker sind langweilige Eigenbrötler

09. Oktober 2008
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Die IT bestimmt den Alltag vieler Jugendlicher und Berufseinsteiger. Trotzdem haben IT-Berufe bei ihnen ein schlechtes Image und gelten als langweilig. Die wenigsten wissen, was sich hinter einzelnen IT-Berufen verbirgt und welche Voraussetzungen sie dafür mitbringen müssen.
Viele Jugendliche wissen nur wenig über die einzelnen IT-Berufe sowie die hierfür notwendige Ausbildung.
Viele Jugendliche wissen nur wenig über die einzelnen IT-Berufe sowie die hierfür notwendige Ausbildung.

Für viele Jugendliche und junge Erwachsene ist der Umgang mit modernen Informationstechnologien selbstverständlich. Nahezu alle haben Zugang zu einem Computer (94 Prozent).

Für 83 Prozent gehören Computer ganz oder teilweise zum täglichen Leben. Ebenso viele halten die Kontaktpflege zu Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen per Computer und Handy für wichtig.

Informatiker ist kein Traumberuf

Obwohl die Generation Digital im Umgang und mit der Nutzung von IT versiert ist, zieht nur knapp ein Drittel ein informationstechnisches Berufsziel in Erwägung. Mehr als zwei Drittel wollen keinen Beruf im IT-Bereich ergreifen. Das sagt eine Untersuchung, die der IT-Dienstleister Computacenter in Verbindung mit dem Marktforschungsinstitut TNS Emnid durchführte.

Von den Befragten, die sich vorstellen können, einen IT-Beruf zu wählen, hält nur jeder Fünfte die IT-Branche für ein attraktives Berufsfeld. 70 Prozent glauben, dass IT-Berufe gute Aufstiegschancen bieten und 67 Prozent sind überzeugt, dass es in diesem Bereich viele offene Stellen gibt.