Kostensenkung und Compliance im Fokus

Information Lifecycle Management erreicht die Praxis

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Für große Unternehmen stellt sich nicht mehr die Frage, ob Information Lifecycle Management (ILM) eingeführt wird, sondern, wie das geschehen soll. Diese These vertritt der Berater Lünendonk in einer explorativen Studie. Neben dem Ziel der Kostensenkung haben Unternehmen dabei vor allem Compliance und die Unterstützung der Geschäftsprozesse im Blick.
Schematische Darstellung des Kontextes, in den ILM eingebunden ist
Schematische Darstellung des Kontextes, in den ILM eingebunden ist

ILM sei in der Phase der Umsetzung angekommen, so die Autoren der Studie. 27 der 30 befragten Großunternehmen haben bereits mit der Einführung angefangen.

Dabei sehen die Entscheider vorrangig geschäftliche Anforderungen als Treiber. So rangiert der Punkt Kostenreduktion auf einer Skala von Eins (sehr wichtig) bis Vier (unwichtig) mit dem Wert 1,5 ganz oben. Dahinter folgen die bessere Erfüllung gesetzlicher und regulatorischer Anforderungen (1,9) und das Ziel der besseren Unterstützung der Geschäftsprozesse (ebenfalls 1,9) sowie der Wunsch, mittels IT die Wertschöpfung zu steigern (2,0).

Die Punkte "bessere Datensicherheit" oder "bessere strukturierte Daten" erreichen die Noten 2,0 und 2,4.

"Die technologischen Ziele werden aber zunehmend als Voraussetzung interpretiert, um die höherliegenden unternehmerischen Anforderungen zu erfüllen", sagt Lünendonk-Geschäftsführer Hartmut Lüerßen.