CIO Auf- und Aussteiger


Interne Nachfolge

ING-Diba befördert Kaurin zum IT-Vorstand

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Die Frankfurter Bank hat mit Željko Kaurin einen Nachfolger für Vorstand Herbert Willius in den eigenen Reihen gefunden. Willius ist im Oktober 2014 in den Ruhestand gegangen.
Željko Kaurin steigt zum Vorstand bei der ING-Diba in Frankfurt/Main auf.
Željko Kaurin steigt zum Vorstand bei der ING-Diba in Frankfurt/Main auf.
Foto: Ing-Diba

Im Oktober 2015 wurde Željko Kaurin (42) neues Vorstandsmitglied der Privatkundenbank ING-Diba AGING-Diba AG mit Sitz in Frankfurt. Als Chief Operations Officer (COO) verantwortet Kaurin die Organisationseinheiten Immobilienfinanzierung, Programm- und Projektsteuerung, Informationstechnologie, Service Center sowie Commercial Banking Operations & Business Development der Bank. Top-500-Firmenprofil für ING-DiBa AG

Ausbildung in Verwaltungslehre

Kaurin hat eine Ausbildung im öffentlichen Dienst sowie Managementkurse an der Zürich School of Management und der Boston Business School absolviert und war danach Senior Consultant bei der Becker Consulting GmbH. Er startete seine Karriere bei der ING-Diba im April 2000 als Leiter für die Informations- und Kommunikationstechnik. Zwei Jahre später übernahm er die stellvertretende Abteilungsleitung der IT, im darauffolgenden Jahr wurde er zum Abteilungsleiter IT Operations ernannt.

Ab 2007 verantwortete er zusätzlich das Projektmanagement. Auf die stellvertretende Bereichsleitung IT und Projektmanagement in 2008 folgte zwei Jahre später die Ernennung zum Bereichsleiter. 2011 übernahm Kaurin die Funktion des CIO und war zudem bis 2012 als Bereichsleiter für das Service Center tätig. CIO.de berichtete in dem Artikel "Gier ist keine Motivation".

COO seit 2014

Im Juni 2012 wurde Kaurin zum Generalbevollmächtigten der ING-Diba ernannt. Im November 2012 wechselte Kaurin zur ING Bank Türkei nach Istanbul. Bis Mai 2014 war er als Executive Vice President für die Bereiche Operations & IT sowie das Customer Contact Centerund IT der Bank verantwortlich.

2014 kehrte Kaurin zur ING-Diba zurück und ist seitdem als Chief Operations Officer tätig.

Seine wichtigsten Themen sind:

  • Fortführung der bisherigen Digitalisierungsstrategie, insbesondere in den Bereichen Mobile und Payments sowie weitere Automatisierung der IT

  • Optimierung der Prozesse und Abläufe durch eine stärkere Nutzung von Technologie im Backoffice

  • die IT noch stärker zu nutzen, um Betrug zu verhindern und die Sicherheit zu erhöhen.

Mit der Ernennung zum Vorstand tritt Kaurin die Nachfolge des ehemaligen Vorstandsmitglieds Herbert Willius an, der im Oktober 2014 in den Ruhestand ging. "Željko Kaurin ist ein erfahrener und sehr geschätzter Kollege. Ich freue mich, dass er ab Oktober zu unserem Vorstandsteam gehört", sagt Roland Boekhout, Vorstandvorsitzender der ING-Diba. Wie Kaurin das Bankgeschäft verändern will, berichtete er CIO.de im Juli 2015 in dem Artikel "Die Digitalstrategie der ING-Diba".

Die ING-Diba AG

Das Hauptgebäude der ING-Diba in Frankfurt.
Das Hauptgebäude der ING-Diba in Frankfurt.
Foto: ING-DiBa

Die ING-Diba, ein Tochterunternehmen der niederländischen ING Groep, ist nach eigenen Angaben mit mehr als acht Millionen Kunden die drittgrößte PrivatkundenbankPrivatkundenbank in Deutschland. Sie gehört zum weltweiten Commercial Banking Netzwerk der ING Group mit Niederlassungen in rund 40 Ländern. Die Kerngeschäftsfelder im Privatkundengeschäft sind Spargelder, Wertpapiergeschäft, Baufinanzierungen, Verbraucherkredite und Girokonten. Top-Firmen der Branche Banken

Im Segment Commercial Banking ist das Firmenkundengeschäft der Bank zusammengefasst. Zu den Kunden gehören große, international operierende Unternehmen. Für die Bank arbeiten an den Standorten Frankfurt (Hauptstandort), Hannover, Nürnberg und Wien mehr als 3500 Mitarbeiter. Das Geschäftsvolumen 2014 betrug 219.877 Millionen Euro.

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