Analysten-Kolumne

Innovation 2.0 - der positive Business Case von Web 2.0

02. Januar 2008
Von Alexander Brenner und Alexander Mahr
Viele Firmen haben bereits Technologien aus dem Web 2.0 übernommen, aber noch nicht in ihre Geschäftsprozesse integriert. Besonders gewinnbringend ist es, Mitarbeiter und Kunden in den Innovationsprozess mit einzubeziehen.
Roland-Berger-Analyst Alexander Brenner: "Eine Hauptaufgabe der Berater wird es sein, diesen Innovation 2.0-Ansatz an die spezifischen Voraussetzungen der Firmen anzupassen."
Roland-Berger-Analyst Alexander Brenner: "Eine Hauptaufgabe der Berater wird es sein, diesen Innovation 2.0-Ansatz an die spezifischen Voraussetzungen der Firmen anzupassen."

Die Gewinner des Web 2.0-Hypes sind die Unternehmen, die ihre Geschäftsmodelle nicht nur auf das Internet ausgerichtet haben, sondern auch darauf, dass Nutzer ihres Dienstes die Inhalte aktiv mitgestalten. Insbesondere sind das Unternehmen aus dem Bereich "Social Networking" wie LinkedInLinkedIn, MySpace oder der jüngste Shooting Star der Szene, FacebookFacebook. Manche dieser Unternehmen sollten ursprünglich gar keinen kommerziellen Zweck erfüllen, werden aber heute höher bewertet als mancher traditionelle Industriegigant. Droht hier eine neue Internet-Blase 2.0? Alles zu Facebook auf CIO.de Alles zu LinkedIn auf CIO.de

Fakt ist: Die Nutzer dieser Seiten wollen sich mitteilen und das Medium interaktiv nutzen ("lean forward"-Einstellung). Die Frage für Unternehmen der Offline-Welt ist nun: Ist Web 2.0 ein Trend, an dem man teilhaben sollte - und wenn ja, wie?

Einige Ansätze sind im Markt selbst zu finden, etwa die Nutzung von Job-Communities oder die interne und externe Kommunikation durch Blogs und Marketing-Kampagnen in virtuellen Welten. Zur internen Kommunikation und Zusammenarbeit bieten sich vor allem Blogs und Wikis an, um den traditionellen Meinungsaustausch in der Kaffeeküche in einen professionellen Wissens-Management-Ansatz zu überführen.

Diese Ansätze berühren jedoch nicht die Kernprozesse eines Unternehmens. Gepaart mit mangelnder Integration in Arbeitsabläufe, rechtfertigt der Ertrag oft nicht den Aufwand. Wirtschaftlich sind dagegen Web-2.0-Technologien dort einsetzbar, wo sie Kernprozesse weiterentwickeln, beispielsweise in Technologie-Industrien, die mit immer schneller werdenden Produktlebenszyklen konfrontiert sind. InnovationInnovation ist dort der Schlüssel, um sich gegenüber Wettbewerbern zu differenzieren. Forschung und Entwicklung sind die Kernprozesse, wo besonders zwei Modelle des Web 2.0-Einsatzes denkbar sind: Alles zu Innovation auf CIO.de

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