Geringes Qualifikationsniveau

IP-Kenntnisse in Firmen mangelhaft

09. Februar 2006
Von Tanja Wolff
Drei Viertel aller Unternehmen fehlt beim Thema IP-Infrastrukturen das nötige Know-how. Laut einer Studie des Beratungsunternehmen Yankee Group und dem Lösungsanbieter Nextira One klafft in den meisten Firmen eine große Lücke zwischen der betrieblich notwendigen Einführung von IP-Netzwerken und dem vorhandenen Fachwissen. Besonders Österreich liegt mit seinem IP-Kenntnisstand weit hinter anderen EU-Staaten.
Zahl der Mitarbeiter mit IP-Skills in Österreich.
Zahl der Mitarbeiter mit IP-Skills in Österreich.

23 Prozent der Befragten halten das Sicherheits-Management für die größte Herausforderung beim Aufbau und der Instandhaltung einer IP-Infrastruktur. Das Problem wird hier auch dadurch verstärkt, dass europäische Unternehmen bei der Sicherheit das geringste Qualifikationsniveau aufweisen. Weniger als zehn Prozent erachten Sicherheitskompetenz als wesentlichen Bestandteil der beruflichen Qualifikation.

Bei der Einführung der IP-Netzwerke spielen auch das Messen und Steuern der Servicequalität bei betriebskritischen Anwendungen und die Gestaltung und Entwicklung der Netzwerkinfrastruktur wichtige Rollen, so die Studie. Auch hier wird der Qualifikationsunterschied deutlich: Für die Umfrageteilnehmer ist das Bereitstellen von Anwendungen eine kritische Schwäche, die nur 8,4 Prozent der Firmen als wichtig erachten.

Auf der anderen Seite meint die Mehrheit, dass der Schwerpunkt der internen Qualifikationen auf den der lokalen Netzwerk- (19 Prozent) sowie Computerinfrastruktur (18 Prozent) und Datenkommunikation (16 Prozent) liegt.

Die Yankee Group hatte erst kürzlich herausgefunden, dass 95 Prozent der multinationalen Unternehmen planen, IP in ihr Netzwerk aufzunehmen. Für mehr als die Hälfte liegt das Hauptaugenmerk dabei auf der optimalen Nutzung der IP-Anwendungen.

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