Amerikanische Firmen geben mehr aus als europäische

IT-Budgets steigen auch 2007

02. August 2006
Von Tanja Wolff
Die IT-Budgets sind 2006 weltweit gestiegen. Fast die Hälfte der Unternehmen geht davon aus, dass die IT-Ausgaben auch im nächsten Jahr weiter steigen werden. Das ist das Ergebnis einer Studie des Marktforschungsunternehmens Datamonitor.

Aufgrund der steigenden Budgets können besonders die Anbieter aufatmen. Ermunternd dürfte auch die Tatsache sein, dass der Prozentsatz der Firmen, die befürchten, dass sie für IT weniger ausgeben können, von 21 Prozent (2006) auf 17 Prozent (2007) gesunken ist.

Im Vergleich zu den Unternehmen auf dem europäischen Markt hatten 64 Prozent der amerikanischen Firmen damit gerechnet, dass ihr IT-BudgetIT-Budget in diesem Jahr steigen wird. Die Amerikaner blicken auch optimistischer in die Zukunft. So rechnen 72 Prozent damit, dass sie im kommenden Jahr mehr für die IT ausgeben werden. Alles zu IT-Budget auf CIO.de

Laut der Studie wirken sich stabile wirtschaftliche Zahlen zusammen mit einer Aufgeschlossenheit neuen Technologien gegenüber positiv auf die Budgets aus. Weil das wirtschaftliche Wachstum in Europa schwächer ist, fallen auch die IT-Ausgaben der Unternehmen geringer aus.

Hardware und Software stehen auf der Einkaufsliste

Die befragten IT-Manager investieren 34 Prozent ihres Budgets in Hardware und 29 Prozent in Software. Der Teil des Budgets, den die IT-Abteilungen für IT-Services, Kommunikation und Consulting ausgeben, ist dagegen deutlich kleiner. Bei den IT-Ausgaben konzentrieren sich die Unternehmen weiterhin auf Produkte.

Im nächsten Jahr zeigen sich einige interessante Unterschiede in Bezug auf die Art der Investitionen. So planen die Firmen ihre Software-Ausgaben (2,4 Prozent) und ihre Service-Ausgaben (1,7 Prozent) zu erhöhen. Bei Kommunikations- und Consulting-Services kann mit 1,2 Prozent ein überdurchschnittliches Wachstum erwartet werden. Auf der anderen Seite sinken die Ausgaben für Hardware geringfügig um 0,2 Prozent. Laut der Untersuchung haben sich Hardware-basierte Lösungen in den Firmen etabliert. Die Technologie ist mittlerweile voll entwickelt und erprobt.

Die Strategie der IT-Investitionen war in den meisten Unternehmen 2006 auf die Steigerung der Effizienz und die Reduzierung der Kosten ausgerichtet. Seit der Rezession im Technologie-Bereich zu Beginn des Jahrzehnts, sind sie zu Hauptzielen der IT-Manager geworden. Außerdem achten die Anbieter seitdem darauf, dass sie entsprechende Lösungen anbieten.

Laut der Untersuchung wächst in den befragten Firmen der Wunsch die Einnahmen zu steigern. Sollten die wirtschaftlichen Perspektiven weiterhin stabil bleiben, kann davon ausgegangen werden, dass die Umsatzsteigerung bald ebenfalls zu den Hauptzielen der Firmen gehört. In den vergangenen Monaten ist für viele Unternehmen auch die Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften in den Vordergrund gerutscht. ComplianceCompliance hat bei vielen IT-Entscheidern zurzeit absolute Priorität. Alles zu Compliance auf CIO.de

Für die Studie "Understanding IT budget trends" befragte Datamonitor 200 IT-Entscheider aus Amerika und Westeuropa.