Spionage-Affäre

IT-Manager reden auf Obama ein

18. Dezember 2013
Die Bosse amerikanischer Internet-Firmen haben US-Präsident Barack Obama nun auch persönlich ihren Unmut über das Spähprogramm des Geheimdienstes NSA geschildert.

Bei einem Treffen im Weißen Haus in Washington forderten ihn Top-Manager wie der Apple-Chef Tim Cook oder der Google-Vorsitzende Eric Schmidt am Dienstag im direkten Gespräch auf, die weitreichenden
Spionageaktivitäten zu überdenken. "Wir schätzen die Möglichkeit, unsere Leitgedanken hinsichtlich der staatlichen Überwachung direkt mit dem Präsidenten zu teilen und wir drängen ihn dazu, eine Reform
aggressiv voranzubringen", teilten die Unternehmer nach dem Treffen schriftlich mit.

Nach Angaben des Weißen Hauses nahmen 15 Spitzenvertreter der Branche teil, darunter auch die Yahoo-Präsidentin Marissa Mayer oder Twitter-Chef Dick Costolo. Zahlreiche IT-Firmen hatten sich zuvor in einem Brief an Obama gewandt und eine Kampagne gestartet, in der sie ihre fünf Prinzipien für eine globale Reform staatlicher Überwachungsprogramme präsentieren. So sollten die Geheimdienste aufhören, massenhaft Kommunikationsdaten aus dem Web abzufischen. Zudem müssten die Nachrichtendienste viel strenger überwacht werden. Obama sagte zu, ihre Forderungen in seine Überlegungen einfließen zu lassen. (dpa/rs)

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