Daimler, Bayer, Allianz

IT-Outsourcing: Bestes Jahr seit 2006

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
So viele große Outsourcing-Abschlüsse wie lange nicht zählte Active Sourcing 2012 - Aktivitäten einiger großer Firmen prägten das Ergebnis wesentlich.
Die Vertragsabschlüsse der vergangenen drei Jahre - aufgedröselt nach Quartal.
Die Vertragsabschlüsse der vergangenen drei Jahre - aufgedröselt nach Quartal.
Foto: Active Sourcing

Auf das Flautenjahr 2011 folgte in Sachen IT-Outsourcing hierzulande ein Top-Jahr 2012. Das geht jedenfalls aus den Daten des Zürcher Beratungshauses Active Sourcing hervor. Mit 40 Abschlüssen mit einem Wert von jeweils mindestens zehn Millionen Euro gab es demnach in der Bundesrepublik so viele größere Vertragsunterzeichnungen wie seit 2006 nicht mehr.

Dieser Spitzenwert gilt allerdings nur für die Zahl der Vertragsabschlüsse, denn das addierte Vertragsvolumen lag etwa 2010 um ein Vielfaches höher. Ein Effekt allerdings, der sich im Outsourcing-Markt bekanntlich dank einiger weniger Megadeals schnell einstellen kann. Genau das war seinerzeit im vierten Quartal 2010 mit einem Vertragswert von über acht Milliarden Euro der Fall.

2011 nur 1,3 Milliarden Euro Vertragsvolumen

Im gesamten Jahr 2012 verzeichnete Active Sourcing einen Vertragswert von 3,3 Milliarden Euro, der in Deutschland erwirtschaftet wurde. Im mauen Jahr 2011 lag diese Summe lediglich bei 1,3 Milliarden Euro. 2010 allerdings wurden herausragende 10,2 Milliarden Euro erreicht.

Abschlüsse über mehr als zehn Millionen Euro hatte es 2010 28 Stück gegeben, 2011 dann 22. Diese beiden Marken wurden nun 2012 deutlich übertroffen. Zwölf Abschlüsse zählte Active Sourcing im vierten Quartal, elf im ersten Quartal. In den beiden mittleren Vierteljahren waren es neun respektive acht.

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