Vor allem Dienstleister rüsten auf

Kleinerer Mittelstand investiert in IT-Infrastruktur

03. Februar 2006
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Obwohl sich seine Umsätze zum Jahresende 2005 erhöht haben, zeigt sich der deutsche Mittelstand für den Start ins neue Jahr pessimistisch. Für die Pflege der IT-Systeme will er trotzdem mehr Geld ausgeben. Das meldet das "Trendbarometer Kleinunternehmen" des Software-Konzerns Microsoft.

Die Studienteilnehmer konnten ihren Umsatz über alle Branchen hinweg zum Jahresende steigern, allerdings weniger stark als noch im November. Dabei erwiesen sich insbesondere Internet-Provider und -Serviceanbieter als Umsatzmotoren. Nach ihren Erwartungen für das erste Quartal 2006 befragt, erklärten die meisten Firmen, dass sie mit einem Rückgang bei den Aufträgen rechnen.

Die IT-Investitionen kleiner Betriebe sind im Dezember 2005 stabil geblieben.
Die IT-Investitionen kleiner Betriebe sind im Dezember 2005 stabil geblieben.

Die Marktforscher haben sich die IT- und Telekommunikations-Budgets der kleineren Unternehmen genauer angesehen. Insgesamt sind die Investitionen in diesen Bereich stabil geblieben. Am ausgabefreudigsten zeigten sich im Dezember die Branchen Telekommunikation und Energieversorgung sowie Dienstleistung: Der ITK-Investitionsindex legte um elf auf 121 Punkte (Telekommunikation und Energieversorgung) beziehungsweise um acht auf 116 Punkte (Dienstleistung) zu.

Die Analysten gehen davon aus, dass die Januar-Zahlen insgesamt unter denen des Dezembers liegen werden. Allerdings erwarten sie, dass die kleinen Industriebetriebe ihre ITK-Ausgaben in den ersten Wochen des Jahres 2006 um acht auf 113 Index-Punkte erhöht haben.

Eine positive Veränderung wird im ersten Quartal 2006 in punkto IT-Infrastruktur erwartet: Weil viele der Befragten davon sprachen, ihre Infrastruktur verbessern und neue Produkte kaufen zu wollen, rechnen die Analysten mit einem Indexanstieg. Führend ist bisher das Dienstleistungsgewerbe.