KMUs unterschätzen Verlustschaden

Laptop-Klau an der Tagesordnung

07. November 2007
Von Claude Unterleitner
Mit der Anzahl der Laptops wächst auch die Anzahl der Diebstähle. 92 Prozent aller Unternehmen haben bereits mindestens einmal einen Laptop durch Diebstahl verloren. In der Hälfte der Unternehmen liegt der Vorfall weniger als sechs Monate zurück. Gerade kleine und mittlere Unternehmen schützen sich nicht oder schlecht in punkto Laptop-Sicherheit, so eine neue Studie von IDC.
Am häufigsten werden Laptops an öffentlichen Haltestellen oder am Flughafen entwendet.
Am häufigsten werden Laptops an öffentlichen Haltestellen oder am Flughafen entwendet.

Besonders gerne werden Laptops von Führungskräften und Mitarbeitern mit hoher Entscheidungskompetenz gestohlen, um die darauf gesicherten Daten zu verkaufen. Doch auch wenn das nicht der Grund für den Diebstahl ist, der Verlust ist für die meisten KMUs in den meisten Fällen ebenso schmerzlich.

Die Ursachen für den Anstieg der Diebstähle sind vielfältig: Mitarbeiter aller Unternehmenssparten setzen immer häufiger mobile Endgeräte ein - von der Entwicklung bis zum Vertrieb, von der Logistik bis zur Überwachung und Schulung. Hinzu kommt, dass Laptops in unterschiedlichsten Umgebungen verwendet werden, nicht nur in den Betriebsräumen.

Unterwegs werden Laptops am häufigsten gestohlen

In einem Drittel der Fälle wurde das Notebook an öffentlichen Haltestellen oder an Flughäfen entwendet, in je einem Viertel der Fälle in Hotels und in öffentlichen Verkehrsmitteln, so ein Ergebnis der Studie unter 200 IT-Managern in Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den Beneluxstaaten. Aber auch am Arbeitsplatz selbst werden Laptops gestohlen: Ein knappes Drittel der IT-Manager hat Diebe einfach durch die Bürotür gehen sehen.

Eine der größten Gefahren ist der Verlust oder Mißbrauch von Kundendaten.
Eine der größten Gefahren ist der Verlust oder Mißbrauch von Kundendaten.

Die Mehrheit der Unternehmen hat den Nachholbedarf in punkto vorbeugende Maßnahmen gegen Hardware-Diebstahl zwar erkannt. Mehr als die Hälfte (59 Prozent) hat dennoch keinen Sicherheitsbeauftragten und plant auch nicht, diese Position zu besetzen. 96 Prozent der Befragten hatten schlicht keine Vorstellung, welche Kosten neben der Hardware-Anschaffung zum Beispiel durch Ausfallzeiten oder den Verlust von geistigem Eigentum entstehen können.

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