Hacker haben Apple zunehmend im Visier

Mac-Betriebssystem wird Zielscheibe von Angriffen

07. Juni 2006
Von Stefan Holler
Malware-Attacken gegen das Betriebssystem Mac OS X nehmen zu. So ist die Zahl der Schwachstellen allein in den vergangenen drei Jahren um mehr als 200 Prozent gestiegen. Wurden 2003 noch 45 Fälle registriert, waren es im Jahr 2005 bereits 143 Fälle. Das hat eine Untersuchung von Mc Afee herausgefunden.
Auswirkungen der Virenangriffe auf das System Mac OS X
Auswirkungen der Virenangriffe auf das System Mac OS X

Nach der Analyse ist die Mac OS-Plattform von AppleApple gegenüber gezielten Malware-Attacken genauso verwundbar wie andere Betriebssysteme. Bislang wurde das Apple-Betriebssystem bzw. die Technologie von Anwendern als "virusfrei" und "immun" gegen Sicherheitsmängel wahrgenommen. Seitdem jedoch Apple´s Mac OS X im Markt Fuß fasst und Konsumenten-Produkte wie iPod und iTunes immer populärer werden, geraten Apple-Produkte zunehmend ins Visier von Hackern. Alles zu Apple auf CIO.de

Noch ist der Kundenstamm zwar kein wirklich attraktives Ziel für motivierte Malware-Profis. Mc Afee warnt dennoch Apple-Nutzer, nicht zu nachlässig mit dem Thema Sicherheit umzugehen. "Viele Benutzer glauben, dass die Verwendung eines Apple-Betriebssystems schon per se eine Form der Sicherheit ist, und gehen deshalb davon aus, dass sie wesentlich weniger für MalwareMalware anfällig sind als Windows-Anwender“, sagte Stuart McClure, Senior Vice President, Global Threats bei Mc Afee. Alles zu Malware auf CIO.de

So seien die neuen Macs erst kürzlich auf Intel-Prozessoren umgestellt worden und dadurch weiter ins öffentliche Interesse gerückt, weshalb Gefahren für Kunden größer werden. Bereits 2005 wurden erste Schwachstellen in iTunes entdeckt, die dazu verwendet werden konnten, um Rechte auszuweiten. Im Februar 2006 tauchte "Slurp" auf, die erste Malware für iPods.

Auch Viren tummeln sich bereits auf der OS X Plattform. Bestes Beispiel ist OSX/Leap, der erstmals am 13. Februar dieses Jahres auftauchte. Er verbreitet sich als Dateianhang mit einer Größe von über 40.000 Bytes und lässt den Anwender entscheiden, ob er die Datei annehmen möchte oder nicht. Wird er einmal akzeptiert, wird er unter "latestpics.tgz" gespeichert.