Healthcare IT


Supplier Relationship Management

Merck steuert Lieferanten zentral

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Der Pharmakonzern hat eine neue SRM-Plattform (Supplier Relationship Management). Sie soll Transparenz und Sicherheit beim Lieferantenmanagement steigern.
Größte Herausforderung bei Merck war der enorme manuelle Verwaltungs- und Pflegeaufwand.
Größte Herausforderung bei Merck war der enorme manuelle Verwaltungs- und Pflegeaufwand.
Foto: Merck

MerckMerck steuert sein Lieferantenmanagement inzwischen über eine zentrale Plattform. Als Lösung für das Supplier Relationship Management (SRM) hat der Darmstädter Pharmakonzern die Lösung POOL4TOOL des gleichnamigen Anbieters im Einsatz. Die SaaS-LösungSaaS-Lösung löste mehrere IT-Systeme ab, die vorher in diesem Bereich im Einsatz waren. "Unsere größte Herausforderung im Fremdleistungsmanagement war der enorme manuelle Verwaltungs- und Pflegeaufwand", sagt Udo Vogler, Head of Performance ManagementPerformance Management bei Merck. "Neben dem Wunsch nach höherer Datentransparenz suchten wir auch eine Lösung, um unsere Lieferantenbeziehungen zu verbessern und ihren Sicherheitsstatus zu steigern." Top-500-Firmenprofil für Merck Alles zu Performance Management auf CIO.de Alles zu SaaS auf CIO.de

Überprüfung in einer Minute

Projektbeginn war vor zwei Jahren, die Implementierungsphase ist mittlerweile abgeschlossen. Merck-Lieferanten müssen eine Reihe von Kriterien erfüllen und werden hinsichtlich ihrer Leistung überprüft. Diese Bewertung geschieht jetzt innerhalb des SRM-Systems und dauert - auch dank eines individuellen Merck-Templates und der Abwicklung über Tickets - im Durchschnitt lediglich eine Minute. Das System erzeugt automatisch Kennzahlen für interne Auswertungen und zur Steuerung der Lieferanten.

Eine Entlastung für den Anwender stellt sich ein, weil jeder Lieferant seine Daten selbst in das System eingibt und verwaltet. Die Integrated Supplier Application (ISA), wie die Plattform bei Merck heißt, beinhaltet einen automatischen Dublettencheck und ein automatisches Mahnwesen. Die Plattform umfasst alles in allem Vertragsfirmenregistrierung, -verwaltung, -steuerung und -betreuung, Bewertungs- und Stichprobensystem sowie eine Sicherheitsdatenbank.

Merck wickelt am Standort Darmstadt alle Fremdleistungsprozesse mit Ausnahme des Abrechnungssystems über die Anwendung ab. Zu den Nutzern zählen rund 500 Mitarbeiter des Anwenders sowie mehrere Tausend Lieferanten.

Merck | Supplier Relationship Management (SRM)
Branche: ChemieChemie
Zeitrahmen: ProjektstartProjektstart vor zwei Jahren
Produkt: Integrated Supplier Application
Dienstleister: POOL4TOOL
Einsatzort: Darmstadt
Internet: www.merck.de Alles zu Projekte auf CIO.de Top-Firmen der Branche Chemie