Gnädiger als früher

Microsoft ermöglicht auch Raubkopierern Upgrade auf Windows 10

19. März 2015
Microsoft lässt bei Softwarepiraten mehr Gnade als bisher walten: Auch sie sollen auf das neue System Windows 10 umsteigen können. Legalisiert werden ihre Installationen dadurch aber trotzdem nicht.

MicrosoftMicrosoft wird bei Raubkopien seines Betriebssystems eine Aktualisierung auf das neue Windows 10 nicht technisch unterbinden. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Das Upgrade werde aber nicht den Status einer illegal kopierten oder gefälschten Windows-Lizenz verändern. Bei früheren Windows-Aktualisierungen hatte Microsoft zunächst eine technische Überprüfung der Lizenz vorgenommen und bei Raubkopien ein Upgrade verhindert. Alles zu Microsoft auf CIO.de

Experten gehen davon aus, dass Microsoft mit der modifizierten Upgradepolitik vor allem den chinesischen Software-Markt adressiert. In China verfügen schätzungsweise drei Viertel aller Software-Installationen nicht über eine ordentliche Lizenz. Microsoft verzichtet aber nicht nur in China auf eine Blockade der unlizenzierten Windows-Versionen, sondern verfährt weltweit so.

Das kostenlose Upgrade auf Windows 10 wird von Microsoft für Geräte angeboten, auf denen Windows 7, Windows 8Windows 8.1 und Windows PhoneWindows Phone 8.1 laufen. Ausgenommen sind die Versionen, die sich an den Unternehmensmarkt richten (Windows 7 Enterprise, Windows 8/8.1 Enterprise) sowie die Tablet-Variante Windows RT/RT 8.1. Auch die Volumen-Lizenzen, die bei Großkunden zum Einsatz kommen, sind von der Kostenlos-Offerte ausgeschlossen. (dpa/tc) Alles zu Windows 8 auf CIO.de Alles zu Windows Phone auf CIO.de

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