Secure Work Space

Neu: Blackberry-Server für Android und iPhone

25. Juni 2013
Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.
Nutzer von Android und iPhone können ihre Smartphones ab sofort direkt mit Secure Work Space an einem Blackberry BES 10 Server anmelden.
Secure Work Space
Secure Work Space
Foto: Blackberry

Besitzer eines BES 10 Servers erhalten ab heute neue Funktionen für die Mobile Management Lösung: Das kanadische Unternehmen integriert mit Secure Work Space künftig GoogleGoogle AndroidAndroid und AppleApple iOS (etwa das iPhoneiPhone) weiter in die eigenen Management-Lösungen. Alles zu Android auf CIO.de Alles zu Apple auf CIO.de Alles zu Google auf CIO.de Alles zu iPhone auf CIO.de

Bei Secure Workspace handelt es sich um eine Container-Lösung, wie sie auch andere Anbieter, darunter etwa Good Technologies, im Programm haben. Der Anwender installiert auf seinem iPhone oder Android-Smartphone die App aus dem iTunes-Store oder aus Google Play die App Secure Work Space und startet diese. Anschließend meldet man sich mit dem zuvor erhaltenen Nutzernamen und Passwort am BES 10 Server an und hat ab sofort Zugriff auf zahlreiche Blackberry-Funktionen.

Die BES 10 Client App bringt bereits einige Apps mit, darunter den Zugriff auf Unternehmens-E-Mails, -Kontakteinträge und -Kalenderdaten. Zusätzlich ist der Browser sowie die Office-Suite Documents to Go enthalten. Der größte Vorteil der Lösung ist aber die direkte Integration ins Unternehmensnetzwerk: Wie bei BlackberryBlackberry üblich, wird Secure Work Space direkt mit dem BES-Server hinter der Firewall verbunden. Sprich, alle Anwendungen und Dienste innerhalb von Secure Work Space haben ohne VPN-Client einen direkten Zugriff auf Unternehmensressourcen - und damit etwa auf das Intranet oder lokal installierte Business-Anwendungen. Apps außerhalb der Blackberry-Anwendung können diese Verbindung nicht nutzen, entsprechend sicher ist das System. Alles zu Blackberry auf CIO.de

Privaten Daten und Unternehmensdaten immer getrennt

Der Container verschlüsselt nicht nur gespeicherte Daten (Data at Rest) sondern auch Verbindungen zur Datenübertragung (Data in Motion). Entsprechend sind also sowohl die lokalen gespeicherten Informationen wie auch die Datenübertragung verschlüsselt und damit geschützt. Zeitgleich sind, so das Versprechen von Blackberry, die privaten Informationen von Unternehmensdaten jederzeit getrennt. Das gilt auch in dem Fall, dass etwa ein Mitarbeiter in einem BYOD-Programm das Unternehmen verlässt. Dann kann der Administrator den Secure Work Space Container löschen, ohne dass private Informationen auf dem Gerät angetastet werden.

Um die neuen Funktionen auf iPhone oder Android nutzen zu können, ist ein Update für den BES 10 notwendig, dieses sollte bereits zur Verfügung stehen. Tatsächlich kann das System eine durchaus ordentliche Verbreitung vorweisen.

Nichts Konkrekets beim Blackberry Messenger

Im Interview mit CIO.de sprach Jeff Holleran, Sr. Director, Enterprise Product Management von rund 13.600 installierten Systemen. Leider waren ihm im Interview keine weiteren Informationen zum Blackberry Messenger für Android und iOS zu entlocken, für diesen gilt noch immer ein Veröffentlichungstermin im "Sommer".