Je mehr Erfahrung, desto mehr Verträge

Offshoring macht Firmen Appetit auf mehr

21. September 2005
Von Ingo Butters
Aller Anfang ist schwer. Das gilt auch für die Nutzung von Offshore-Dienstleistungen, wie das Beratungsunternehmen TPI eruiert hat. Demnach weiten Firmen ihre Zusammenarbeit mit Offshore-Dienstleistern in der Regel deutlich aus, sobald sie die ersten Startschwierigkeiten überwunden haben.

Um die verschiedenen Reifegrade des Offshoring-Einsatzes zu beschrieben, haben die TPI-Berater eine fünfstufige Skala entwickelt. Sie beschreibt auf Stufe eins Unternehmen, die die Möglichkeit des Offshorings gerade erst evaluieren, bis hin zu Betrieben auf Stufe fünf, die bereits mehr als fünf Jahre Offshoring-Erfahrung mitbringen und dieses Outsourcing-Modell intensiv in Anspruch nehmen.

Firmen, die mit Offshore-Dienstleistern zusammenarbeiten, durchlaufen fünf Phasen.
Firmen, die mit Offshore-Dienstleistern zusammenarbeiten, durchlaufen fünf Phasen.

Der Studie zufolge zieht sich die erste Anpassungs- und Erprobungsphase in Sachen Offshoring über rund drei Jahre. Nach diesem Zeitraum sei eine deutliche Ausweitung der Zahl und Volumina der Offshoring-Verträge festzustellen. Die der Adaption folgende Ausweitung der Services durchlaufe dabei bei fast allen Unternehmen die ähnlichen vier Phasen:

1. Wachsende Inanspruchnahme von Arbeitskräften.
2. Expansion in verschiedene Länder.
3. Ausweitung der Offshoring-Services auf komplexere Prozesse.
4. Diversifikation des weltweiten Service-Delivery-Modells.

Nach und nach werden also bestehende Offshoring-Verträge vertieft: Die Firmen weiten die Partnerschaften beispielsweise von der Anwendungsentwicklung und dem Anwendungsbetrieb auf den Bereich Infrastruktur aus.

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