Augmented Reality Apps

Praxis-Beispiele für Google Glass

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Gelungene Fälle von Augmented Reality mittels App und Datenbrille stellen Logistiker.

Das Verschmelzen von physischer und virtueller Realität, mit dem Schlagwort Augmented Reality (AR) umrissen, ist für den Logistiker DHL die "nächste große Welle". Das führt DHL gemeinsam mit der Beraterfirma Z Punkt in dem Report "Augmented Reality in Logistics" aus.

Augmented Reality beinhaltet für DHL vier Faktoren:

  1. Die Szene erfassen mittels einer Kamera,

  2. Die Szene identifizieren und definieren, in welchem Kontext der eingescannte Inhalt erscheinen soll,

  3. Die Szene bearbeiten und

  4. Die Szene visualisieren beziehungsweise das gewünschte Zusammenspiel von physischer und virtueller Realität herstellen.

Der letzte Aspekt unterscheidet virtuelle und Augmented Reality: Virtuelle Realität ist komplett computergeneriert, Augmented Reality resultiert aus einem Mix. DHL betont, dass es sich bei AR nicht mehr um ein Gimmick handelt. Nach einer Schätzung von Xcubelab soll die Technology schon im Jahr 2017 mehr als fünf Milliarden US-Dollar erwirtschaften.

Glaubt man den Autoren, sind beispielsweise folgende Szenarien denkbar: Mitten auf der Landstraße bleibt das Auto liegen. Der Fahrer braucht aber nicht zwingend einen Kfz-Mechaniker herbeizurufen. Stattdessen probiert er es erst einmal selbst - einer smarten Brille sei Dank. Diese zeigt auch dem Laien, wie er den Wagen Schritt für Schritt wieder flott machen kann. Oder das zumindest zu versuchen.

DHL will das gar nicht auf die berühmte Google Glass beschränkt wissen. Derzeit arbeiteten verschiedene Hersteller an solchen Brillen, die als nächster großer Consumer-Hit gelten. DHL traut den Produkten ähnliche Durchschlagskraft zu wie seinerzeit dem Smartphone.

3 Beispiele aus der Praxis

Als gelungene Praxis-Beispiele nennt DHL unter anderem Folgende:

Wikitude

Die Software Wikitude. Nach Angaben des Herstellers Wikitude (der bis Frühjahr 2011 als Mobilizy GmbH firmierte) handelt es sich um die erste Mobile-Applikation, die auf dem standortbezogen Ansatz der Augmented Reality basiert. Das heißt: Die Position der Objekte am Bildschirm des Mobilgerätes wird über der Position des Anwenders (GPS), der Richtung, in die der Anwender gerade sieht (Kompass) und dem Bewegungssensor berechnet. Vorteil für den Nutzer: Er muss keine abstrakte Landkarte in die Wirklichkeit umsetzen, sondern erhält eine "direkte" Orientierung in der Welt.

Word Lens

Word Lens: Das Ende des Wörterbuches könnte Word Lens einläuten. Ist die Software auf dem mobilen Gerät installiert, braucht der Anwender nur auf ein Schild oder ein Plakat zu zeigen, und er bekommt die Übersetzung. Dabei sieht er auf seinem Display exakt denselben Hintergrund wie in der physischen Realität.

Infinity AR

Infinity AR: Auf einen Klick mehr über das Gegenüber wissen - das soll die App Infinity AR möglich machen. Sie vergleicht Gesichter, die der Anwender auf der Straße sieht, mit Inhalten in FacebookFacebook oder anderen Netzwerken. Der Nutzer soll erfahren können, wie sein Gegenüber heißt und was es sonst für Informationen gibt. Alles zu Facebook auf CIO.de

Was die eigene Branche angeht, die Logistik, so steckt die AR-Technologie nach Ansicht von DHL noch in den Kinderschuhen. Das Unternehmen sieht hier aber Einsatzmöglichkeiten über die gesamte Lieferkette hinweg. Das beinhaltet die Verplanung von Lagerkapazitäten ebenso wie Qualitätskontrollen und Kundendienst.

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