Kritik an TPC-Benchmark

Problem Energieverbrauch von Datenbanken

25. August 2011
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Wissenschaftler die Uni Kaiserslautern bezweifeln, dass der Standard-Benchmark die Energie-Effizienz von Datenbanken sinnvoll misst. Sie schlagen Änderungen vor.

Der Blick auf Rechenzentren und damit auch auf Datenbank-Systeme hat sich in den vergangenen Jahren verändert, so die Universität Kaiserslautern. Stand vormals allein die Leistung im Mittelpunkt, geht es zunehmend auch um Fragen der Energie-Effizienz. Knackpunkt ist die Frage, wie sich diese messen lässt.

Laut Uni Kaiserslautern hat sich dafür der Benchmark des Transaction Processing Performance Council (TPC) etabliert. In diesem Council, 1988 als Non-Profit-Organisation gegründet, erarbeiten verschiedene IT-Unternehmen standardisierter Verfahren, um die Leistungsfähigkeit von Transaktionssystemen und Datenbankmanagement-Systemen vergleichbar zu machen.

Die Wissenschaftler halten diesen Maßstab nicht für realistisch. Ihre Kritik: Die verschiedenen Benchmarks (TPC-C, TPC-E und TPC-H) erheben Energie-Werte beim Betrieb unter Volllast. Faktisch aber arbeiten Server selten unter maximaler Auslastung.

Ein Auto fährt ja auch nicht immer Vollgas

Die Forscher verdeutlichen das anhand eines alltagtauglichen Bildes: Wenn die Energie-Effizienz eines Autos beziffert werden soll, gehen die Tester ja auch nicht davon aus, dass der Fahrer die Maschine stets voll ausfährt. Denn das entspricht nicht der täglichen Praxis.

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