Retail IT


Schneider Versand

Reaktion nach schweren Security-Attacken

28. Januar 2013
Von Hartmut  Wiehr
Drei Tage musste der Versandhändler im Dezember 2011 wegen DDoS-Angriffen offline gehen. Jetzt löst eine Cloud-Lösung von Akamai das alte Open-Source-System ab.

Die Implementierung einer breit angelegten Sicherheitsstrategie ging in nur vier Wochen über die Bühne: Ihr Ziel: Verhindern von potenziellen Umsatzverlusten von 100.000 Euro pro Tag, die durch Sicherheitslücken verursacht wurden. Außerdem gelang es, Einsparungen bei den Betriebskosten in Höhe von etwa 10 Prozent zu erreichen.

Beim Schneider-Versand musste eine komplett neue Security-Lösung eingesetzt werden, um die permanenten DDoS-Attacken abzuwehren.
Beim Schneider-Versand musste eine komplett neue Security-Lösung eingesetzt werden, um die permanenten DDoS-Attacken abzuwehren.
Foto: Schneider

Beim Schneider-Versand betont man, dass es in erster Linie gelungen sei, negative Auswirkungen der Sicherheitsprobleme auf das Markenimage zu vermeiden. "Bei der Sicherheit darf man im Online-Business keine Zugeständnisse machen. Akamai bietet uns effektiven Schutz gegen DDoS-Attacken", sagt Henning Dürkop, IT-Koordinator E-Commerce bei Schneider. Außerdem sei man jetzt besser als in der Vergangenheit darauf vorbereitet, Lastspitzen der Server während Marketingkampagnen abfangen zu können.

Als klassischer Katalogversender ist Schneider Europas größter Spezialist für Werbegeschenke und Produkte des gewerblichen Bedarfs. Das Unternehmen hat bereits 1996 seinen ersten Internet-Auftritt gestartet, der 2000 und 2009 überarbeitet wurde. Mittlerweile bietet man ein Vollsortiment mit mehr als 5000 Produkten der Branche an.

Hinzugekommen sind im Laufe der Jahre auch Artikel aus den Bereichen Technik, Garten und Freizeit, Interieur und Deko, Mode oder Accessoires. Das Online-Geschäft von Schneider wächst mit über einer Million an Besuchern pro Jahr zweistellig.