Umstellung auf Cloud

SAP wächst langsamer als geplant

20. Januar 2015
SAP setzt in den kommenden Jahren voll auf den Hoffnungsträger Cloud Computing. Der Umsatzanteil der Abo-Modelle soll auf mehr als ein Viertel steigen. Um die Umstellung zu schaffen, musste der Softwarekonzern seine Wachstums- und Gewinnziele allerdings schieben.

SAPSAP wächst langsamer als ursprünglich geplant. Bis 2020 soll der Umsatz des Softwarekonzerns zwar nun auf 26 bis 28 Milliarden Euro anwachsen, sagte SAP-Chef Bill McDermott am Dienstag in Walldorf. 7,5 bis 8 Milliarden Euro sollen dann aus dem Geschäft mit Abo-Modellen stammen. Alles zu SAP auf CIO.de

Allerdings soll der Umsatz bis 2017 nun nur noch auf 21 bis 22 Milliarden Euro steigen. Vor einem Jahr war SAP bis zu diesem Zeitpunkt noch von mindestens 22 Milliarden Euro ausgegangen. Auch der Gewinn soll dann niedriger ausfallen als bislang geplant. An der Börse sorgte das für Verstimmung. Die Aktie verlor im frühen HandelHandel fast vier Prozent. Top-Firmen der Branche Handel

SAP-Zentrale in Walldorf bei Heidelberg
SAP-Zentrale in Walldorf bei Heidelberg
Foto: SAP / Stephan Daub

SAP verkauft zwar noch ganz regulär Softwarelizenzen, setzt aber wie andere Anbieter mehr und mehr auf das Abo-Modell. 2014 wuchsen die Umsätze mit Mietsoftware um rund 400 Millionen Euro auf über eine Milliarde, gleichzeitig gingen die Erlöse mit herkömmlichen Lizenzen um etwas mehr als 100 Millionen Euro zurück. Den größten Umsatzbeitrag bringen immer noch die lukrativen Wartungsverträge.

Doch die Umstellung klappt offenbar nicht so schnell wie gedacht. Ursprünglich hatte SAP schon für 2015 mehr als 20 Milliarden Euro Umsatz angepeilt. Davon ist nun nicht mehr die Rede. Dabei hatte der Softwarekonzern im vergangenen Jahr seine Ziele erfüllt. Die Erlöse stiegen um vier Prozent auf 17,6 Milliarden Euro. Der operative Gewinn ging wegen der Kosten aus der Concur-Übernahme um drei Prozent auf 4,3 Milliarden Euro zurück.

Für seine eigenen internen Zielsetzungen rechnet SAP Währungsschwankungen und Kosten aus Übernahmen aus den Zahlen heraus. In diesem Jahr sollen reinen Umsätze mit Software aus der Cloud und Lizenzen nun um acht bis zehn Prozent steigen. Der bereinigte operative Gewinn soll leicht steigen. (dpa/tc)

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