Konzernchef Hartmut Retzlaff

Stada arbeitet an weiteren Zukäufen

04. Juni 2014
Der Bad Vilbeler Arzneimittelkonzern Stada ist nach den jüngsten Zukäufen weiter hungrig auf neue Übernahmen.

Stada befinde sich "derzeit in Verhandlungen über einige vielversprechende Transaktionen", sagte Konzernchef Hartmut Retzlaff am Mittwoch auf der Hauptversammlung des MDax-Konzerns in Frankfurt. Erst jüngst haben die Hessen die Naturkosmetiklinie Claire Fisher übernommen.

Mit Zukäufen wollen die Hessen die Abhängigkeit von dem durch Rabattverträge stark regulierten deutschen Generikageschäft weiter reduzieren. Im Fokus für Übernahmen stehen die stark wachsenden Schwellenländern sowie der Ausbau des Geschäftes mit Markenprodukten wie Sonnencremes oder Sportsalben. Markenprodukte sind besonders attraktiv, weil sie bessere Margen als Generika abwerfen.

An der starken regionalen Ausrichtung auf Osteuropa will Retzlaff trotz der Krise in der Ukraine nicht rütteln: Stada werde wegen der Gewinnbeiträge und der attraktiven Margen definitiv an seiner Strategie festhalten. Man sei überzeugt, "dass eine Normalisierung der dortigen politischen Situation auch eine wirtschaftliche Erholung nach sich ziehen wird". Insgesamt steuerte Osteuropa zuletzt rund 30 Prozent zum Konzernumsatz bei. Russland ist nach Deutschland der zweitgrößte Markt. Die Ukraine selbst spielt dagegen kaum eine Rolle. (dpa/rs)

Kommentare zum Artikel

comments powered by Disqus