Healthcare IT


eGK-Lesegeräte für Knappschaft

Stammdaten in Sekundenschnelle aktualisiert

19. Juni 2013
Von Hartmut  Wiehr
Als eine der ersten Versicherungen hat die Knappschaft eine Online-Anwendung zur Nutzung der Lesegeräte für die Elektronische Gesundheitskarte (eGK) eingeführt.

Insgesamt 150 Kartenlesegeräte für die elektronische Gesundheitskarte (eGK) hat die Concat AG inzwischen an die Knappschaft ausgerollt. Damit hat der älteste Sozialversicherungsträger Deutschlands die Stammdaten seiner Mitglieder in den bundesweit 100 Geschäftsstellen aktualisiert. Bei Updates wegen Anschriftenänderung vermeidet man so die Ausgabe einer neuen eGK. Das schützt zugleich die Beiträge der Versicherten und trägt so zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen bei, heißt es bei Concat.

Viele ausgegebene Lesegeräte für die elektronische Gesundheitskarte sind schon veraltet, weil sie nicht über die jetzt notwendige LAN-Schnittstelle verfügen. Anders die neuen Geräte von Concat und Identive.
Viele ausgegebene Lesegeräte für die elektronische Gesundheitskarte sind schon veraltet, weil sie nicht über die jetzt notwendige LAN-Schnittstelle verfügen. Anders die neuen Geräte von Concat und Identive.
Foto: Concat

Innerhalb von zwei Monaten wurden rund 100 Geschäftsstellen der Knappschaft mit den eHealth200-Kartenterminals und der n-pat-Software ausgestattet. Das ist eine vergleichsweise sehr kurze Implementierungszeit.

Der Projektverantwortliche Michael Brockt bei Concat weist darauf hin, dass der aktuelle Stand der Einführung der eGK vorsieht, einmal im Quartal in der Arztpraxis eine Online-Prüfung der eGK auf Gültigkeit vorzunehmen. Da es noch keine Online-Anbindung von Arztpraxen gibt, ist der Einsatz eines e-Kiosk für die eGK-Aktualisierung bei den Krankenkassen eine kostengünstige Self-Service-Möglichkeit, die keine Ausgabe neuer Karten zur Folge hat.

Viele Lesegeräte noch ohne LAN-Anschluss

Doch die meisten der in den letzten Jahren ausgegebenen Lesegeräte verfügen nur über eine USB-Schnittstelle und nicht über den erforderlichen LAN-Anschluss. Sie müssen deshalb aufgerüstet oder, wo dies nicht möglich ist, durch neue Geräte ersetzt werden. Dies stellt defacto eine weitere Komplizierung bei der Einführung der eGK da.

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