SAP dominiert Export-Markt

Standard-Software-Anbieter sind optimistisch

29. Oktober 2004
Von Detlef Scholz
Die Anbieter von Standard-Software in Deutschland rechnen im laufenden Jahr durchschnittlich mit einem Umsatzwachstum von rund zehn Prozent. Bis 2009 erwarten sie jährliche Zuwächse von elf Prozent. Das folgt aus einer Studie des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Lünendonk.

Die Wachstumsrate des Software-Segments in Deutschland betrug im vergangenen Jahr vier Prozent. Diesen Wert empfanden die meisten Anbieter als unbefriedigend. Dennoch blicken viele Standard-Software-Unternehmen bezüglich der eigenen Umsatzentwicklung optimistisch in die Zukunft.

Die 25 größten der IT-Unternehmen, die jeweils mehr als 60 Prozent ihres Umsatzes mit Standard-Software erwirtschaften, setzten 2003 in Deutschland 5,3 Milliarden Euro um. Das waren zwei Prozent mehr als 2002. Ihr inländischer Marktanteil lag damit bei über 40 Prozent.

Deutsche und US-amerikanische Firmen erreichen bei Standard-Software die höchsten Marktanteile.
Deutsche und US-amerikanische Firmen erreichen bei Standard-Software die höchsten Marktanteile.

Die Top 25 der in Deutschland tätigen Unternehmen haben darüber hinaus für weitere sechs Milliarden Euro Software-Produkte an ausländische Kunden verkauft. Daraus ergibt sich ein Exportanteil am Gesamtumsatz dieser Unternehmen von 53 Prozent. Im Vorjahr betrug dieser Satz 56 Prozent. Die in Deutschland ansässige SAPSAP AG tätigte gut drei Viertel ihres Konzernumsatzes mit Kunden in anderen Ländern. Sie deckte damit knapp 90 Prozent des gesamten Exportvolumens der Top 25 ab. Alles zu SAP auf CIO.de

Der deutsche Markt für Standard-Software wird von amerikanischen und deutschen Unternehmen dominiert. Das Kapital der Top Ten in diesem Marktsegment gehört jeweils zur Hälfte deutschen und amerikanischen Anteilseignern.

Bei den Unternehmen, die nicht zu den Top Ten gehören, ist der deutsche Anteil am jeweiligen Kapital mit knapp zwei Dritteln am größten. Die ausländischen Anteilseigner kommen zu einem Viertel aus den USA und zu sechs Prozent aus Europa. Die restlichen vier Prozent verteilen sich auf andere Regionen.

An der Studie "Führende Standard-Software-Unternehmen in Deutschland" von Lünendonk beteiligten sich 58 Unternehmen, darunter auch die Top 25.

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