Rechtsvorstand Thomas Kremer

Streit um Personalchef der Deutschen Telekom

25. August 2014
Die Arbeitnehmer im Aufsichtsrat lehnen Rechtsvorstand Thomas Kremer als Obersten Personaler ab. Stattdessen wollen sie einen eigenen Kandidaten vorschlagen.

Die Arbeitnehmer-Vertreter im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom wollen Rechtsvorstand Thomas Kremer nicht als künftigen Personalchef akzeptieren. Kremer führt derzeit das Personalressort interimistisch und wird nach Informationen von manager magazin online bei der Ende der Woche stattfindenden Klausur- und Strategietagung der Telekom in Berlin seine Personalstrategie für die kommenden Jahre vorstellen – und sich damit als langfristiger Personalchef empfehlen.

Wie manager magazin online aus dem Umfeld des Konzerns erfuhr, bestehen die Arbeitnehmer aber darauf, dass das Ressort einen eigenen Chef bekommt und lehnen eine Doppelfunktion strikt ab. Die Arbeitnehmer wollen deshalb nun einen eigenen Kandidaten vorschlagen.

Das Pikante dabei: Der Bund, Großaktionär der Telekom, hat der Arbeitnehmerseite zugesichert, ihre Wünsche bei der Bestellung des künftigen Personalchefs zu respektieren, schreibt manager magazin online weiter. Auch Aufsichtsrats-Chef Ulrich Lehner hatte bereits vor Monaten signalisiert, einen Eklat mit den Arbeitnehmern vermeiden zu wollen. Sowohl bei der Berufung von Kremers Vorgängerin Marion Schick als auch bei der des Vor-Vorgängers Thomas Sattelberger hatte es große Konflikte mit den Gewerkschaften gegeben.

Kremer ist seit Beginn des Jahres interimistischer Personal-Chef. Nach Informationen von manager magazin online will die Telekom-Führung unter CEO Timotheus Höttges Kremer gerne auch langfristig als Top-Personaler in Bonn positionieren, unter anderem um Geld durch ein Vorstandsmitglied weniger zu sparen. (rs)

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