Microsoft

Tastatur mit E-Ink-Touchscreen und Smartphone-Kamera als 3D-Scanner

25. August 2015
Microsoft demonstriert in zwei neuen Videos neue Forschungsprojekte aus den hauseigenen Forschungsgruppen.

Das erste Projekt aus der Microsoft Applied Sciences Group nennt sich DisplayCover und ist als Erweiterung für Tablet-Computer konzipiert. Die dem TypeCover für Surface-Tablets gar nicht so unähnliche Anstecktastatur verfügt zusätzlich zu den gängigen Drucktasten über ein berührungsempfindliches E-Ink-Display, das am Übergang zum aufrecht aufgestellten Tablet-Bildschirm angebracht ist. Microsoft will damit den Wechsel zwischen der Bedienung an der Tastatur und dem Touchscreen erleichtern, die Arme müssen für bestimmte Eingaben nicht mehr zum an den Bildschirm gehoben werden. Die E-Ink-Tasten lassen sich unter anderem mit Verknüpfungen aus dem Startmenü belegen, für die Eingabe von Texten unabhängig zum Geschehen auf dem Bildschirm oder zur Stiftbedienung nutzen.

DisplayCover - Die Tastatur verfügt über ein berührungsempfindliches E-Ink-Display.
DisplayCover - Die Tastatur verfügt über ein berührungsempfindliches E-Ink-Display.
Foto: Microsoft

Das zweite Microsoft-Projekt aus der Arbeitsgruppe Research nennt sich MobileFusion. Dahinter verbirgt sich eine Software, die theoretisch jede Smartphone-Kamera in einen 3D-Scanner verwandelt. Der Sucher erkennt dabei automatisch ein freistehendes Objekt im Raum, von dem sich durch eine Videoaufnahme ein dreidimensionales Modell erstellen lässt - der Nutzer wandert dazu einfach um das Objekt herum, um alle Details aufzunehmen. Besonders gut eignen sollen sich diese gescannten und von der Software berechneten Modelle zum Ausdruck über einen 3D-Drucker, aber auch für die Anwendung in Augmented-Reality-Szenen. Der Detailgrad der Modelle soll sich dabei mit jeder Umrundung des Objekts verbessern.

Bei den vorgestellten Technologien handelt es sich noch um Prototypen, wann und ob sie Marktreife erlangen werden ist noch nicht bekannt. (mje)

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