Cloud-Speicher

Telekom erweitert Rechenzentrum Biere in Sachsen-Anhalt

13. September 2016
Die Telekom will ihr Geschäft mit sicheren Cloud-Speichern ausbauen und setzt dabei auf Sachsen-Anhalt. In Biere, südlich von Magdeburg, soll für Millionensummen ein Komplex ausgebaut werden.
Das T-Systems-Rechenzentrum in Biere (Sachsen-Anhalt): Das modernste und größte Rechenzentrum Deutschlands wurde im Juli 2014 eröffnet.
Das T-Systems-Rechenzentrum in Biere (Sachsen-Anhalt): Das modernste und größte Rechenzentrum Deutschlands wurde im Juli 2014 eröffnet.
Foto: Deutsche Telekom

Die Deutsche TelekomDeutsche Telekom will mit Millioneninvestitionen in Sachsen-Anhalt ihr modernstes RechenzentrumRechenzentrum ausbauen. Mit einem Neubau soll die Kapazität für Cloud-Dienste bis Sommer 2018 um 150 Prozent erweitert werden, wie der Konzern mitteilte. Am Montag legte die Großkundensparte T-SystemsT-Systems in Biere, gut 24 Kilometer südlich von Magdeburg, den Grundstein für die Erweiterung. Statt wie bisher 20000 ServerServer sollen dann 50000 Server für Cloud-Dienste zur Verfügung stehen, um Daten nicht lokal, sondern in den Telekom-Kapazitäten zu speichern. Top-500-Firmenprofil für Deutsche Telekom Alles zu Rechenzentrum auf CIO.de Alles zu Server auf CIO.de Alles zu T-Systems auf CIO.de

Nach Angaben der Landesregierung Sachsen-Anhalt werden in den neuen Komplex 170 Millionen Euro investiert, 10 Millionen Euro davon sind Landesförderung. Die Telekom will keine konkrete Investitionssumme nennen und spricht nur vom unteren dreistelligen Millionenbereich.

Im Sommer 2018 soll Biere 2 fertig sein. Bis dahin will die Telekom elf solcher Hochleistungscenter weltweit aufbauen, wie der Geschäftsführer von T-Systems von IT und Sicherheit, Ferri Abolhassan, sagte. "Das hier ist der Prototyp." Weitere deutsche Standorte sind laut Telekom Frankfurt/Main und München. Die anderen soll es in Südafrika und auf dem amerikanischen Kontinent geben. Jedes der Zentren hat laut Unternehmen im Umkreis von 30 Kilometern ein Zwillingszentrum, auf dem die Daten kopiert als Backup vorliegen, um die Ausfallmöglichkeiten zu minimieren.

In Biere läuft seit 2014 der erste Komplex, der Zwilling steht in Magdeburg. 600 Großkunden nutzen das Angebot laut Telekom bereits, darunter Konzerne wie ShellShell oder DaimlerDaimler. Vor allem für Abrechnungsdienste, wie eine Sprecherin sagte. Aber auch für die Programmierung oder Software für die Fertigung. Top-500-Firmenprofil für Daimler Top-500-Firmenprofil für Shell

Biere ist nach Angaben der Telekom das größte und modernste Rechenzentrum des Konzerns. Wenn die Erweiterung in zwei Jahren ans Netz geht, werden die jetzigen Kapazitäten ausgebucht sein, wie eine Telekom-Sprecherin sagte. "Strenger deutscher Datenschutz ist ein Verkaufsargument." Tatsächlich gaben in einer Studie des IT-Branchenverbands Bitkom jüngst rund 76 Prozent der befragten Unternehmen an, ein Rechenzentrum in Deutschland sei für Cloud-Anwendungen ein Muss.

"Cloud ComputingCloud Computing ist ein Mega-Trend, der sich durchsetzen wird", sagte ein Verbandssprecher. Dafür spreche die Flexibilität für die Großkunden. Sie müssten die Server nicht mehr selbst pflegen und könnten je nach Bedarf Speicherplatz oder Rechenleistungen zubuchen - oder auch wieder senken. Derzeit sei der Markt noch relativ fragmentiert. Neben der Telekom sind Amazon oder IBM große Player. (dpa/rs) Alles zu Cloud Computing auf CIO.de

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