Alternative zu Apples Angebot

Test: Mac Mini Alternate Edition

26. Februar 2013
Von Christian Möller
Der Mac Mini ist Apples preisgünstigster Mac. Allerdings wünscht man sich oft mehr Möglichkeiten bei der Ausstattung. Hier springt der Online-Händler Alternate ein, der Mac Minis in interessanten Konfigurationen anbietet.

Apples kleinster Mac ist ein vollwertiger Rechner, der den meisten Aufgaben gewachsen ist, aber dennoch kommen je nach Einsatzgebiet oft spezielle Ausstattungswünsche auf, die AppleApple nicht befriedigen kann. Ein gutes Beispiel ist die Basis-Version des Mac Mini mit 2,5 Gigahertz Core-i5-CPU. Hier gibt es lediglich eine Grundkonfiguration mit 500 Gigabyte Festplatte und vier Gigabyte Arbeitsspeicher. Den Arbeitsspeicher kann man zwar sehr leicht selbst aufrüsten, wer aber mehr Festplattenplatz braucht oder gar eine superschnelle SSD verwenden möchte, muss gleich das Quadcore-Modell nehmen und wesentlich tiefer in die Tasche greifen. Alles zu Apple auf CIO.de

Zusätzliche Ausstattungsvarianten

Obwohl der Einbau einer anderen Festplatte in den Mac Mini nicht einfach ist, vom Umbau, den die Techniker von Alternate selbst vornehmen, findet man keine sichtbare Spuren. Die Arbeit ist sauber und diskret durchgeführt.
Obwohl der Einbau einer anderen Festplatte in den Mac Mini nicht einfach ist, vom Umbau, den die Techniker von Alternate selbst vornehmen, findet man keine sichtbare Spuren. Die Arbeit ist sauber und diskret durchgeführt.

Das dachte sich auch der Online-Händler Alternate und bietet neben verbesserten Quadcore-Varianten auch zwei spezielle Versionen dieses Basis-Mac-Mini an, die man bei Apple so nicht bekommt. Man hat hier die Wahl zwischen einer Festplatte mit einem Terabyte und einer SSD mit 256 Gigabyte Kapazität. Gleichzeitig stattet der Händler die Macs mit acht statt vier Gigabyte RAM aus (im HandelHandel etwa 45 Euro Aufpreis, bei Apple satte 100 Euro). Die Umbauarbeiten nehmen dabei die Techniker von Alternate vor, man bekommt den Mac Mini fertig umgebaut geliefert. Top-Firmen der Branche Handel

Gleich beim Auspacken fällt auf: Die Techniker sind sehr vorsichtig zu Werke gegangen. Sogar die Original-Folie, in die der Mac Mini ab Werk verpackt ist, ist noch vorhanden, das Siegel unberührt. Kratzer oder sonstige Spuren des Umbaus bemerken wir von außen nicht.

Notizen aus dem Testcenter

Zunächst nehmen wir uns das Festplatten-Modell vor. Die interne Platte stammt von Seagate. Sie hört auf die Bezeichnung Momentus ST1000LM024 und arbeitet mit 5400 Umdrehungen pro Minute. Eigentlich handelt es sich dabei um ein Produkt des koreanischen Herstellers Samsung, das aber nach der Übernahme der Samsung-Festplatten-Sparte durch den amerikanischen Hersteller Seagate unter dessen Namen vertrieben wird. Bei einschlägigen Online-Händlern bekommt man diese Festplatte derzeit (Februar 2013) für etwa 70 Euro.

Im Test zeigt sich die Platte normalen Anforderungen gewachsen. Der Mac Mini bootet in knapp unter 40 Sekunden, was ein normaler Wert ist. 17,4 Millisekunden messen wir für die durchschnittliche Zugriffszeit der Platte, die maximale Datenübertragungsrate ermitteln wir mit etwa 106 Megabyte pro Sekunde. Das sind gute Werte für eine Notebook-Festplatte. Allerdings sinkt die Datenrate mit steigendem Füllgrad um die Hälfte auf etwas mehr als 50 Megabyte pro Sekunde ab. Das ist eine typische Eigenart von magnetischen Massenspeichern, da die inneren Spuren weniger Daten fassen als die äußeren. Da die Umdrehungsgeschwindigkeit aber konstant bleibt, sinkt die Datenrate ab, je mehr Sektoren auf der Platte belegt sind und je näher der Kopf daher zu den inneren Spuren hinfahren muss.

In der Praxis bedeutet das schlicht: der Mac fühlt sich zäh an. Beim Booten und besonders beim Starten von Programmen vergehen oft einige Sekunden zu viel, sodass man als Nutzer manchmal ungeduldig vor dem Bildschirm sitzt und warten muss. Das Phänomen ist aber keine spezielle Eigenart der Alternate-Edition des Mac Mini, das trifft auf alle Festplatten-basierte Macs zu, ganz besonders, wenn Notebook-Platten zum Einsatz kommen, da diese im Vergleich zu den 3,5-Zoll-Desktop-Platten meist geringere Datenraten und längere Zugriffszeiten aufweisen.

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