SOA Performance

Unfertige Messmethoden

07. November 2008
Sinnvoll für die Messung der SOA-Performance ist es, die Services vorher in eine Hierarchie zu bringen. Über dieses Service-Packaging lassen sich die Services besser managen. Kaum ein CIO im Unternehmen hat das bis jetzt verstanden.

Fragt man Jeff, ist alles ganz einfach. Datenquellen, Business-Logik und User-Schnittstellen werden zusammengebaut, und oben kommt ein Lenkrad drauf: Der glückliche Nutzer lenkt, die IT denkt. So erklärt es jedenfalls Momentum-Gründer Jeff Schneider in seinem Blog. Zwecks bildlicher Erklärung einer SOA hat er ein Lego-Männchen vor einem perfekt zusammengebauten Lego-Klotz fotografiert. In der Praxis sieht die Sache allerdings anders aus. Vor allem das Messen der SOA-Performance ist kein Kinderspiel.

Festzustehen scheint nur eins: Business und IT haben verschiedene Bilder davon, was die Performance einer SOA überhaupt ist. Das bestätigen nicht nur die Analysten von Aberdeen bis Forrester, auch die Praxis unterstützt diese Einschätzung. Nach den Erfahrungen von Peter Fettke vom Institut für Wirtschaftsinformatik am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Saarbrücken reichen die Vorstellungen von der Prozessqualität über die Verrechnungspreise von Services bis zur realisierbaren Anzahl der Serviceaufrufe pro Zeiteinheit. Das Ganze präsentiert sich also als Mix aus nicht monetären, monetären und technischen Größen.

Für Wolfgang Martin beginnen mit diesen unterschiedlichen Sichtweisen auch die Schwierigkeiten bei der Performance-Messung. Dabei habe die IT ihre Hausaufgaben gemacht, sagt der IT-Berater und SOA-Experte: „Die IT hat verstanden, was Services sind, wie man sie schneiden sollte und welche neuen Rollen für das Managen von Services entwickelt werden müssen“, so Martin. Die Business-Seite dagegen brauche Nachhilfe: „In den Fachabteilungen ist noch nicht angekommen, dass anders gedacht und gearbeitet werden muss, nämlich prozessorientiert“, so der Experte.

Zur Startseite