Abweichende Ergebnisse durch verschiedene Software-Nutzung

Vertrags-Management spart Kosten und Nerven

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Wer sein Vertrags-Management zentralisiert und automatisiert, hält seine Kosten in Schach und verbringt außerdem weniger Zeit mit dem Aushandeln der Konditionen. Dabei ist ein spezielles Contract-Lifecycle-Management gar nicht nötig, Lösungen vom ERP-Provider tun es auch. Zu diesem Resultat kommt eine Studie des Marktforschers Aberdeen.
Vertrags-Management genießt hohe Priorität.
Vertrags-Management genießt hohe Priorität.

Auf Nachfrage erklären knapp sechs von zehn Unternehmen (58 Prozent), Vertrags-Management habe hohe Priorität. Nur neun Prozent halten das Thema für nicht oder kaum wichtig. Bei dieser Einigkeit erstaunt umso mehr, dass die Firmen im Arbeitsalltag deutlich unterschiedliche Resultate erzielen. So bleiben 68 Prozent der von den Analysten als besonders erfolgreich eingestuften Unternehmen ("Best in Class") mit ihren Ausgaben in Rahmen des vertraglich Vereinbarten. Im Schnitt können das nur 56 Prozent der Studienteilnehmer von sich behaupten, unter den besonders langsamen Firmen sogar nur 39 Prozent.

Und während 88 Prozent der Einkäufe durch die Klassenbesten den Verträgen entsprechen, sind es im Schnitt nur 64 Prozent und bei den Trödlern nur 48 Prozent.

Die Analysten haben sich außerdem angesehen, innerhalb welcher Zeitdauer Verträge ausgehandelt werden. Beispiel Beschaffung: Während BiC-Firmen 21,1 Tage brauchen, fallen im Schnitt 32,6 Tage an. Kaufverträge schließen BiCs binnen 15,2 Tagen ab, Durchschnittsfirmen brauchen 30,5 Tage.

In der Ausgestaltung des Vertrags-Managements zeigen sich erhebliche Unterschiede.
In der Ausgestaltung des Vertrags-Managements zeigen sich erhebliche Unterschiede.

Was machen die Musterschüler besser? Die Analysten haben den Einsatz der Technologie unter die Lupe genommen. Dabei haben die besonders erfolgreichen Unternehmen die Nase vorn: 71 Prozent von ihnen haben die Prozesse und Methoden rund um das Vertrags-Management standardisiert, damit liegen sie deutlich über dem Durchschnitt von 45 Prozent. 62 Prozent setzen Technologie zur Erhöhung der Einsichtnahme in die Verträge ein, im Schnitt sind es nur 31 Prozent. Auch beim Einsatz von Reporting- und Analyse-Software liegen die BiCs mit 53 Prozent vorn, im Schnitt sind es nur 24 Prozent.