Verantwortung für Sicherheit ungeklärt

Was das Web 2.0 anrichten kann

03. September 2010
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Unternehmen in den USA und Großbritannien fürchten, dass ihre Mitarbeiter durch Web 2.0 ineffizienter arbeiten. In Frankreich sorgt man sich vor allem um Viren.

Neben den vielen Möglichkeiten die soziale NetzwerkeNetzwerke, Blogs und Wikis Unternehmen bieten, birgen sie immer auch ein Sicherheitsrisiko. MalwareMalware, Datenverlust oder Viren können in das Firmennetzwerk eindringen. Alles zu Malware auf CIO.de Alles zu Netzwerke auf CIO.de

Eine Studie des US-amerikanischen Ponemon Instituts zeigt nun, welcher Schaden für ein Unternehmen entstehen kann, wenn Mitarbeiter Web 2.0 fehlerhaft einsetzen. Einer der häufigsten Gründe für Datenverlust ist die Nachlässigkeit von Angestellten. In Großbritannien macht sie 46 Prozent aller Datenverstöße aus, in den USA 40 Prozent, in Frankreich 35 Prozent.

Die Studie enthält weitere Besorgnis erregende Zahlen. In den USA glauben 70 Prozent der IT-Experten multinationaler Konzerne, dass ihr Arbeitgeber zu wenige Ressourcen bereitstellt, um kritische Website-Applikationen zu schützen.

Die Mehrzahl der 2.100 Befragten ist der Meinung, dass Mitarbeiter zu wenig an Sicherheit denken, wenn sie vom Arbeitsplatz aus Internetapplikationen herunterladen, Links öffnen oder im Internet surfen. 52 Prozent der US-Befragten glauben, dass Angestellte selten oder nie an Sicherheitsaspekte denken. In Großbritannien sind es 49 Prozent, in Frankreich lediglich 22 Prozent.