Kenichi Ohmae

Was kommt nach der Globalisierung?

29. Juni 2006

Die Zentralen künftiger Top-Unternehmen stehen nicht in New York, London oder Tokio: In Hinsicht auf den Devisenhandel dürfte bald Petropawlowsk-Kamtschatskij eine erhebliche Rolle spielen. Denn in Kamtschatka geht die Sonne früher auf als sonstwo. Zudem schwindet der Nimbus von Metropolen durch die Globalisierung. Selbst Einsiedler mit Geschäftssinn können reich werden; technisch ist das längst möglich. Wirtschaftsvisionär Kenichi Ohmae zeigt auf, dass Konzerne wie Sony, Smith Kline Beecham oder die Citibank Erfolg haben, weil sie sich nach außen gewandt haben, Partnerschaften eingegangen sind, weltweit gleichzeitig neue Produkte gelauncht haben. Standortvorteile spielen immer weniger eine Rolle – wie das Beispiel des Offshore-Dienstleisters Infosys aus Indien zeigt: Der einstige Kommunist und Infosys-CEO Narayana Murthy ist überzeugt, dass Reichtum erzeugt werden muss, um anschließend verteilt zu werden. Heute nutzen Unternehmen in der ganzen Welt die Softwaredienstleistungen Murthys. Petropablowsk steht jedoch noch vor dem großen Boom.

Econ Verlag, Berlin 2006, 400 Seiten; 24,90 Euro
Econ Verlag, Berlin 2006, 400 Seiten; 24,90 Euro

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