Multicore, Virtualisierung, Blades

Welche Trends den Server-Markt verändern

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Data Center, Virtualisierung und Big Data.
Multicore-Architekturen, Virtualisierung und Blade-Systeme sind die bestimmenden Techniken in den kommenden Jahren.

Viele Server-Infrastrukturen in Unternehmen gelten als veraltet. Um die sich rasch wandelnden Business-Anforderungen optimal abzudecken, sind sie nicht mehr flexibel genug. Etliche IT-Verantwortliche denken deshalb über eine Modernisierung nach. Dabei können sie auf ein breites Angebot verschiedenster Formfaktoren und neuer Techniken zurückgreifen. Das Marktforschungs- und Beratungshaus Gartner empfiehlt Entscheidern, bei der Investitionsplanung vor allem drei Trends im Auge zu behalten: Multicore-Prozessorarchitekturen, Virtualisierung und Blade-Server.

Multicore-Architekturen

Herkömmliche Prozessoren mit einem Rechenkern (Single Core) brachten mit jeder neuen Generation einen Leistungsschub, ohne dass Unternehmen dabei auf mögliche Probleme mit der Softwarelizenzierung oder dem Design von Anwendungen achten mussten. Doch die Technik hat gravierende Nachteile. Vor allem der hohe Stromverbrauch und die starke Hitzeentwicklung macht Herstellern zu schaffen. Um das Versprechen von Moore´s Law auch weiterhin einzulösen, änderten sie ihre Strategie. Statt wie bisher möglichst viele Instruktionen sequenziell abzuarbeiten und die Taktraten in die Höhe zu treiben, sollten Prozessoren mehrere Befehle gleichzeitig erledigen. Bewerkstelligen lässt sich dies, indem entweder mehr physikalische Rechenkerne auf einem Chip untergebracht oder mehr Threads gleichzeitig pro Kern abgearbeitet werden. Auch eine Kombination beider Maßnahmen führt zum Ziel. Für die Anwendungsentwicklung und den laufenden Betrieb bleibt das nicht ohne Folgen. So muss etwa die eingesetzte Software die neuen Optionen unterstützen. Gartner warnt in diesem Kontext sogar vor versteckten Budgetrisiken.

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