Postbank und PPI

Mahnruf in Sachen SEPA

22.01.2013, von

Dementsprechend traut sich auch nur jedes vierte Unternehmen zu, die Umstellung bis Mitte 2013 zu schaffen. 36 Prozent der Befragten können keinen Zeitplan angeben.

Software-Umstellung "weit größerer Aufwand" als neues Briefpapier

Reiner Ramacher, Vorstand der PB Firmenkunden AG, erklärt, SEPA betreffe nahezu alle Abteilungen eines Unternehmens - das beginne schon bei den neuen Kontonummern auf Briefpapier und Rechnungen. "Weit größer ist aber der Aufwand zur Umstellung von Software", so Ramacher weiter. Beispielsweise müssten veränderte Fristen für Lastschriften programmiert und neue Kontodaten von Zahlungsempfängern und Zahlern erfasst werden.

Soweit zu den Unternehmen. Versicherungen und Banken selbst sind aber auch nicht gut vorbereitet, sagt der Hamburger Berater PPI. "Die Zahl der Anrufe hilfesuchender Finanzunternehmen nimmt täglich zu", erklärt jedenfalls Hubertus von Poser, SEPA-Experte bei der PPI.

Die Hamburger haben 30 Banken und Versicherungen nach dem Stand der Vorbereitungen gefragt. Mehr als sechs von zehn Bankern (63 Prozent) geben an, sie hätten den Aufwand unterschätzt. Versicherer fürchten in erster Linie die hohen Kosten.

Von Poser spekuliert nun auf Milde bei den Aufsichtsbehörden. Sie wie auch der Markt müssten nach dem SEPA-Starttermin "eine gewisse Kulanz" zeigen, sagt der Berater.

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Christian Töfflinger - 23.01.2013 11:22
Jedes dritte Unternehmen hat also laut der Studie mit der SEPA-Umsetzung noch nicht einmal begonnen – rund ein Jahr vor der Einführung grenzt das inzwischen an Fahrlässigkeit. Das liegt aus unserer Erfahrung vor allem daran, dass sie gar nicht genau wissen, was damit eigentlich alles verbunden ist – und wo sie dabei stehen. Deshalb haben wir zur Standortbestimmung eine Checkliste entwickelt, mit der Unternehmen schnell feststellen können, wie groß die SEPA-Baustelle in ihrem Haus werden wird. Diese Checkliste steht kostenlos unter http://www.microfin.de/sepa zur Verfügung. Natürlich ist das aber nur ein Anfang. Erst eine umfassende Analyse der SEPA-Auswirkungen auf alle betrieblichen Zahlungs- und Buchungsvorgänge vermeidet Probleme zum Start in 2014. Noch ist Zeit dafür – aber nicht mehr viel! Christian Töfflinger, Partner microfin Unternehmensberatung GmbH
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