| Inhalt dieses Artikels: | |
| Führungskräfte fühlen sich überfordert | |
| Keine Regeneration und ständig ausgelaugt | |
| Bildungssystem verengt Karrierewege | |
25.05.2012, von Andreas Schaffry
Zudem verhindern Silo-Denken und fehlender gegenseitiger Respekt übergreifende Kooperationen, so eine Studie des WZB und Egon Zehnder.
Deutsche Führungskräfte fühlen sich permanent überfordert, weil das Arbeitspensum ständig wächst. Im kurzfristigen operativen Tagesgeschäft fehlt die Zeit, über langfristige Strategien nachzudenken. Die Folge: ein orientierungsloses und unkoordiniertes Führungshandeln.
| Führungskräfte arbeiten zu viel und stehen ständig unter Strom. Die Aufgabenvielfalt führt zu Kontrollverlust und Orientierungslosigkeit. Foto: detailblick - Fotolia.com |
Das ist ein Kernergebnis der Studie "Jeder für sich und keiner fürs Ganze?", die das Wissenschaftlicher Zentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), die Stiftung neue Verantwortung und die Beratungsfirma Egon Zehnder International durchführten. Auch die Komplexität der Aufgaben steigt aufgrund der globalen Vernetzung durch moderne IT-Technologien.
Das beschleunigt den Informationsfluss, macht ihn vielschichtiger und führt zu Veränderungen, die unberechenbar sind und sich der Kontrolle der Entscheider entziehen. "Alles verändert sich täglich. Man muss ständig das Wissen erneuern. Alles wird immer komplexer und übergreifender. Man sieht immer nur kleine Teilaspekte", zitiert die Studie einen Unternehmensgründer.
Durch die gefühlte und tatsächliche Beschleunigung in einer globalisierten und vernetzten Welt werden auch Entscheidungszyklen radikal verkürzt. Ebenso fordern diverser Anspruchsgruppen mehr Teilhabe an Entscheidungsprozessen. Das gilt gleichermaßen für die Wirtschaft und für die Politik.
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