Gefahr durch Premium-SMS

SMS-Betrug mit Smartphone

02.10.2012, von

Toll Fraud ist mittlerweile die meisten verbreitete Art von Schadsoftware auf Smartphones. Das geht aus einer Studie des Anbieters Lookout hervor.

Das vergangene Jahr im Zeitraffer: anteilig immer weniger Spyware, dafür immer mehr Toll Fraud.Vergrößern
Das vergangene Jahr im Zeitraffer: anteilig immer weniger Spyware, dafür immer mehr Toll Fraud.
Foto: Lookout

Im Vergleich zu Russen, Osteuropäern und Bewohnern des Nahen Ostens können deutsche Nutzer recht sorgenfrei zu ihren mobilen Endgeräten greifen. Das ist die gute Nachricht aus einer Studie von Sicherheitsanbieter Lookout zur mobilen Sicherheit. Leider gibt es auch ein schlechte: Das Malware-Gefährdungspotenzial hat nach Beobachtung des Anbieters für Smartphones-Security eine neue Stufe erreicht. "Nach einer Experimentierphase 2011 ist mobile Schadsoftware in diesem Jahr zu einem profitablen Geschäft geworden", berichtet Lookout.

Aufgrund einer neuen und ausgefeilten Methode zur Berechnung des Malware-Risikos lässt die Studie einen Vergleich mit älteren Versionen nicht zu. Allerdings sind alleine die Verschiebungen in den vergangenen zwölf Monaten bemerkenswert. Demnach basiert die mittlerweile dominierende Betrugsmasche via Smartphone auf der Verschickung von Premium-Kurznachrichten. Es handelt sich um sogenannten "Toll Fraud".

Kriminelle versuchen dabei den komfortablen Mechanismus auszubeuten, über SMS-Nachrichten zu Premiumtarifen mobil Geschäfte abwickeln zu können. Die anfallenden Kosten belasten dabei die Telefonrechnung. "Malware-Entwickler können den Prozess zum Versenden von SMS zum Premiumtarif ausnutzen, um Geld zu stehlen", warnt nun Lookout. "Eindeutige Exemplare von Toll Fraud, also Malware, die den Premium-SMS-Prozess manipuliert, ist jetzt die am häufigsten vorkommende Art von Malware."

Häufigste Malware auf Smartphones

Knapp 79 Prozent der mobilen Schadsoftware fallen mittlerweile in diese Kategorie, wie aus der Studie hervorgeht. Die akute Zunahme dieser Malware-Form spiegelt sich auch in der Statistik neu entdeckter Bedrohungen. Demnach ordneten die Studienautoren im dritten Quartal 2011 lediglich 29 Prozent der Neuentdeckungen in die Toll Fraud-Kategorie ein; im zweiten Vierteljahr 2012 waren es demgegenüber bereits 62 Prozent. Im gleichen Zeitraum fiel konsequenterweise der Spyware-Anteil von 67 auf 19 Prozent.

Werner Kurzlechner - 24.10.2012 09:48
Lookout empfiehlt das Herunterladen von mobilen Security-Apps, die jede Anwendung auf Malware und Spyware überprüfen. Verfügbare Firmware-Updates sollten ebenfalls installiert werden. Ratsam ist ferner, nur Apps von vertrauenswürdigen Quellen herunterzuladen. Auch sollten Telefonrechnungen auf Auffälligkeiten hin überprüft werden. Lookout schreibt hierzu: „Werden Sie aufmerksam, wenn Ihre Telefonrechnung ungewöhnliches Verhalten auf Ihrem Gerät zeigt. Es könnte ein Anzeichen dafür sein, dass es infiziert wurde. Diese Verhaltensweisen können z.B. untypische SMS, verdächtige Kosten auf der Telefonrechnung oder plötzlich verringerte Akkulaufzeit sein.“ Wenngleich schon ein paar Monate alt, erläutert dieser Artikel konkret, wie Toll Fraud funktioniert: http://www.cio.de/knowledgecenter/netzwerk/2271664/ Mit freundlichen Grüßen, Werner Kurzlechner
R.Schlegel - 23.10.2012 17:24
dem kann ich nur zustimmen - wie finde ich es heraus, welche stimmen und welche gefakt sind? Hier ist noch Handlungsbedarf seitens CIO. MfG RS
Peter Künzel - 22.10.2012 13:11
selten einen so wertlosen Artikel gelesen! Was soll ich mit diesem technischen Kauderwelsch und Zahlenfriedhof? Eine verständliche Erklärung wie die malware arbeitet und wie man sich schützen kann, bzw. wie man sie erkennt wären 100mal hilfreicher gewesen
Weitere Inhalte zu:
Lookout, Toll Fraud, Malware, Spyware, Smartphones
Newsletter von CIO.de
CIO-Netzwerk
CIO Exklusiv
CIO Exklusiv Blackberry
Wirtschaftsmeldungen
Karriere
IT Security
Stellenmarkt
Mobile IT
Healthcare IT
Public IT
Retail IT
Finance Forum
IT-Berater
Cloud Computing
SAP
Whitepaper
Worldnews

UMFRAGE
Welches Betriebssystem läuft auf Ihrem Smartphone?
Apple iOS
Android
Blackberry OS
Windows Phone
anderes Betriebssystem
» Abstimmen

SERVICE