Programmierer besser führen

Die sieben Geheimnisse agiler Software-Entwicklung

Autor(en): Nicolas Zeitler, Esther Schindler

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Unter dem Stichwort "Agile Software-Entwicklung" versuchen Programmierer, die Entwicklung neuer Anwendungen flexibler zu gestalten und besser auf die Bedürfnisse von Anwendern einzugehen. Doch viele CIOs verstehen die Vorteile dieses Ansatzes noch nicht. Sieben Dinge sollte ein IT-Manager über agile Entwicklung wissen.

Eine ständige Abstimmung zwischen Entwicklern und Anwendern ist charakteristisch für agile Software-Programmierung. Viele CIOs müssen sich an diese Kultur noch gewöhnen.Vergrößern
Eine ständige Abstimmung zwischen Entwicklern und Anwendern ist charakteristisch für agile Software-Programmierung. Viele CIOs müssen sich an diese Kultur noch gewöhnen.
Erstklassige, fehlerfreie Applikationen, die die Erwartungen der Nutzer erfüllen oder sogar übersteigen - das wünschen sich Anwender und Entwickler gleichermaßen. Die Wege, die zu diesem Ziel führen, können indes höchst unterschiedlich sein. Der klassische Pfad führt über ein Dokument, in dem die einzelnen Anforderungen festgelegt werden. Programmierer erhalten den Auftrag, genau die darin formulierten Aufgaben zu lösen und dann die fertige Anwendung vorzulegen. Das Problem dabei: Oft entstehen auf diesem Weg großartige Programme mit ausgefeilten Funktionen, die die Probleme der Anwender dennoch nicht lösen.

Seit etwas mehr als einem Jahrzehnt arbeiten Entwickler daran, eine neue Vorgehensweise zu finden. Ihr Ziel: Hervorragende Software zu entwickeln, die die Anwender gerne nutzen. Zu den Methoden der agilen Programmierung zählt zum Beispiel die testgetriebene Entwicklung. Dabei entwickeln Programmierer einen Software-Test nicht nach oder parallel zu dem zu testenden System, sondern vorher. Sie erhoffen sich davon, dass weniger Fehler übersehen werden. Typisch für die agile Entwicklung ist außerdem die Extremprogrammierung. Grundlage dafür ist die Kommunikation zwischen Entwicklern und Anwendern. Eine Software entsteht dabei in wiederholten kleinen Schritten bei ständiger Rückkopplung zwischen Anbieter und Kunde.

Agile Entwicklung ist längst kein exotisches Phänomen mehr. Laut einer Untersuchung von Evans Data arbeitet mehr als die Hälfte der Software-Entwickler in Nordamerika mit agilen Methoden. Doch fragt man die Entwickler, ist dieser Ansatz bei den IT-Entscheidern häufig noch nicht angekommen. Die Programmierer wünschen sich gleich in mehreren Punkten mehr Verständnis.

Punkt 1: Zunächst gilt es zu verstehen, dass agile Methoden in der Software-Entwicklung zu besseren Ergebnissen führen. Die Programmierer verfolgen diesen Ansatz nicht etwa aus Spaß, sondern weil sie sich davon Vorteile versprechen, die auch im Sinne des CIOs sein dürften. So ermöglicht agile Software-Entwicklung laut Kelly Anderson, Entwickler bei Sonic Innovations, höhere Qualität - was letztlich Kosten sparen helfe. Weil die IT-Abteilung während der Entwicklung auf veränderte Anforderungen eingehen kann, lassen sich spätere, kostspielige Änderungen vermeiden.

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