Ratschläge vom Coach

3 Führungstaktiken für CIOs

22. November 2011
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Ein Team zu führen und sich beim Top-Management Gehör zu verschaffen, erfordert unterschiedliche Taktiken. Coach Gudrun Happich sagt, wie CIOs beides gelingt.

Als CIO sitzt man meist auf einer Zwischenposition zwischen dem Top-Management und dem mittleren Management. "Oft wird von oben und unten an ihnen gezerrt, sie sollen unvereinbare Interessen vereinbar machen, beide Sprachen sprechen, gleichzeitig Innovationen durchsetzen und Stabilität gewährleisten", beschreibt Führungskräfte-Coach Gudrun Happich die Situation von IT-Verantwortlichen. Sie müssen in zwei Richtungen führen und nicht nur ihre Mitarbeiter sondern auch die Vorgesetzten lenken.

Als CIO erfolgreich nach unten führen

Damit man als CIO erfolgreich nach unten führt, gibt Gudrun Happich die folgenden Ratschläge:

CIOs müssen den Spagat schaffen, nach oben und unten zu führen. Coach Gudrun Happich erläutert, wie das geht.
CIOs müssen den Spagat schaffen, nach oben und unten zu führen. Coach Gudrun Happich erläutert, wie das geht.
Foto: Gudrun Happich

a) Als Führungskraft im mittleren Management geht es darum, gemeinsam mit den Mitarbeitern Ziele zu erreichen. "Sie müssen also lernen zu delegieren (statt selbst machen) und Ihre Mitarbeiter zu guten Ergebnissen führen", sagt Gudrun Happich. Das gehe am besten, wenn man die Motivation der Mitarbeiter hoch halte und sie an vielen Prozessen beteilige. Das Ziel besteht darin, die Mitarbeiter zum Mitdenken anzuregen. "Denken Sie daran, dass Ihre Mitarbeiter die Profis für fachliche Themen sind. Sie sollten den besten Weg finden, diese Profis zu den besten Ergebnissen zu bringen", rät Coach Gudrun Happich.

b) Anstatt autoritär zu führen, sollte man die Mitarbeiter lieber fragen, wie sie geführt werden möchten. "Sie werden überrascht sein, wie positiv das bei den Mitarbeitern ankommt und wie leicht man erfährt, was die beste Führungsform für sie ist", weiß Gudrun Happich.

c) Wer eine Position neu antritt, sollte dies nutzen, um seine Spielregeln zu formulieren. Ist man schon länger im Unternehmen und hat das Aufstellen von Spielregeln versäumt, kann man dies nachholen. Diese Spielregeln sollten etwa fünf bis sechs einfache Regeln umfassen, die für alle gelten, zum Beispiel Informationsschuld, Fehlerkultur und dass der Mitarbeiter die Verantwortung für seine Aufgabe und das Ergebnis übernimmt. "Erst wenn die Basic-Spielregeln für alle klar sind, ist eine individuelle FührungFührung der einzelnen Persönlichkeiten möglich", sagt Gudrun Happich. Alles zu Führung auf CIO.de

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